27.03.2019, 15:13 Uhr

Lebensqualität für Betroffene steigern Lokale Allianz für Menschen mit Demenz diskutiert die „demenzfreundliche Gemeinde“

Landrätin Tanja Schweiger betonte die Wichtigkeit lokaler Allianzen für Menschen mit Demenz. Bartholomäus Meister (ehrenamtlicher Mitarbeiter, KEB Regensburg) moderierte den Fachtag. (Foto: Susanna Hochholzer/LRA)Landrätin Tanja Schweiger betonte die Wichtigkeit lokaler Allianzen für Menschen mit Demenz. Bartholomäus Meister (ehrenamtlicher Mitarbeiter, KEB Regensburg) moderierte den Fachtag. (Foto: Susanna Hochholzer/LRA)

Bereits zum fünften Mal fand kürzlich der von der lokalen Allianz für Menschen mit Demenz organisierte Fachtag Demenz statt. Thema war dieses Jahr „Lebensqualität für Betroffene steigern!“.

LANDKREIS REGENSBURG Landrätin Tanja Schweiger und Gerhard Haller, Geschäftsführer der KEB Regensburg, begrüßten rund 90 Teilnehmer, die sich im Bildungshaus der Diözese Regensburg auf Schloss Spindlhof in Regenstauf eingefunden hatten. Die Kooperation zwischen KEB Regensburg und dem Sachgebiet Senioren und Inklusion des Landratsamtes Regensburg (Lokale Allianz für Menschen mit Demenz im Landkreis Regensburg) versucht mit der gemeinsamen Organisation dieses Fachtages, bei den Kommunen und der Gesellschaft den Blick für die Lebenssituation von Demenzkranken und deren Angehörigen zu schärfen. So betonte Landrätin Tanja Schweiger, dass das Thema Demenz als Herausforderung ein Zusammenwirken verschiedener Akteure notwendig mache: Behörden, Gewerbe, Wohlfahrtsverbände, Nachbarschaftshilfevereine, Mehrgenerationenhäuser, Ehrenamtliche und soziale Initiativen.

Einleitend in den Tag gab Pfarrer Dr. Christoph Seidl vom Bistum Regensburg spirituelle Impulse zur inneren Einstellung und Haltung im Umgang mit dem Thema Demenz. Sichtlich konnte er das Publikum mit seiner Interpretation zum Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ in seinen Bann ziehen. So erklärte er, dass die Würde, gerade bei der Begegnung mit einem an Demenz erkrankten Menschen, durchaus tastbar sei. Wenn die Menschenwürde kein Abstraktum bleiben solle, müssten die Menschen, die sie schützt, aus der Nähe wahrgenommen werden. Josef Miller, Staatsminister a. D., sprach seine Begeisterung über die gelingende Netzwerkarbeit zum Thema Demenz in der Region Regensburg aus. Er erklärte, dass die Städteflucht der jungen Generation und der gesellschaftliche Wandel große Auswirkungen auf die Lebensqualität für ältere Menschen in Dörfern habe und sieht hier Handlungsbedarf auf kommunaler Ebene. Anhand eines Praxisbeispiels stellte Friederike Döring von der Rummelsberger Diakonie die Arbeit der Beratungs-, Kontakt und Koordinationsstelle für Menschen mit Demenz, Angehörige und Senioren in Marktheidenfeld vor. Und Dorothee Gerhardt, Leiterin des Seniorenbüros der Stadt Rödenthal, erläuterte das umfangreiche Angebot für Seniorinnen und Senioren in Rödental.


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