05.10.2018, 12:37 Uhr

Immuntherapie gegen Krebs Experten der Uniklinik Regensburg forschen an dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten „neuen Prinzip der Krebstherapie“

(Foto: 123f.com)(Foto: 123f.com)

Den Nobelpreis für Medizin erhalten in diesem Jahr der Amerikaner James Allison und der Japaner Tasuku Honjo für ihre immunmedizinischen Entdeckungen in der Krebstherapie. Auch am Universitätsklinikum Regensburg arbeiten Wissenschaftler auf diesem Gebiet und stehen als Experten zur Verfügung.

REGENSBURG Das körpereigene Abwehrsystem ist unsere stärkste Waffe gegen Krankheiten. Vom Schnupfen bis zum Krebs hat das Immunsystem die Kraft zu heilen. Da scheint es nur logisch, dass die Immunologie, also die Lehre vom Immunsystem, einige der größten medizinischen Durchbrüche unserer Zeit hervorgebracht hat. James Allison und Tasuku Honjo haben nun unabhängig voneinander Wege gefunden, die Aufmerksamkeit des Immunsystems auf Krebszellen zu lenken, die der Körperabwehr normalerweise entgehen, und wurden mit der höchsten Auszeichnung der Wissenschaftswelt dafür geehrt. Das Nobel-Komitee in Stockholm sprach von einem „neuen Prinzip der Krebstherapie“.

In Deutschland gehört Regensburg zu den Leuchttürmen in der Interventionellen Immunologie. Universität und Universitätsklinikum haben die Immunmedizin als Forschungs- und klinischen Schwerpunkt. 2010 wurde zudem das Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie (RCI) gegründet, um darin alle universitären Forschungsbereiche zu bündeln, die an der Entwicklung neuer Immuntherapien arbeiten. Das RCI sammelt damit die immunologische Expertise im Bereich Tumorimmunabwehr, Autoimmunität und Transplantationsmedizin und überführt die immunologische Grundlagenforschung in hochmoderne Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und immunologischen Abstoßungsreaktionen, die dann im Universitätsklinikum Regensburg direkt zur klinischen Anwendung kommen. „Ziel des RCI ist die Erforschung, Entwicklung und schnellere Anwendung verbesserter Therapieansätze gegen Krebs, Infektionen, Autoimmunerkrankungen sowie in der Organ- und Stammzelltransplantation. Die enge Vernetzung zwischen Universität und Universitätsklinikum Regensburg bildet dabei die Grundlage für eine effiziente Forschung“, führt Professor Dr. Philipp Beckhove, Direktor des Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie, aus.


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