31.07.2018, 18:49 Uhr

Neuauflage Das Kindermalheft „Moritz muss ins Krankenhaus“ gibt es jetzt in vier Sprachen

(Foto: KreBeKi)(Foto: KreBeKi)

Schülerinnen und Schüler aus Eichstätt und Lappersdorf ermöglichen eine mehrsprachige Neuauflage des Kindermalheftes der Stiftung „KreBeKi“ und unterstützen so Familien mit Migrationshintergrund in bayerischen Kinderkrankenhäusern.

REGENSBURG Statistisch gesehen muss jedes zweite Kind irgendwann einmal ins Krankenhaus. Dabei kommt der Krankenhausbesuch in den meisten Fällen völlig unerwartet. Es handelt sich zwar oftmals um nichts Dramatisches, dennoch stellt der Krankenhausbesuch für die Kleinen eine große psychische Belastung dar. Insbesondere auch, weil es sich um eine neue, unbekannte Situation handelt. „KreBeKi“ hat 2010 mit der Kinderuniversitätsklinik St. Hedwig des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg ein bebildertes Vorlesebuch über den Teddy Moritz entwickelt und herausgegeben, das Kindern zeigen soll, dass ein Krankenhausaufenthalt nichts Schlimmes ist. 2012 wurde dieses Buch durch ein Malheft für Kindergarten- und Grundschulkinder ergänzt. Eltern können damit ihrem erkrankten oder verletztem Kind kreativ das Warten im Krankenhaus verkürzen. Der kleine Patient wird auf den Ablauf bzw. die unterschiedlichen Untersuchungen während eines Krankenhausaufenthaltes vorbereitet, kann sich beim Ausmalen mit der Situation auseinandersetzen und damit wird dem Krankenhaus ein wenig von seinem Schrecken genommen.

Jugendliche mit Migrationshintergrund der Mittelschule Lappersdorf haben nun mit Unterstützung von Lehrkräften in ihrer Freizeit das Kindermalheft in ihre Heimatsprachen übersetzt. Die erste Neuauflage in Englisch, Französisch und Arabisch animiert die kleinen Patienten andere Sprachen kennenzulernen und unterstützt Eltern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Neben Kindergärten wird nun allen Kinderkliniken in Bayern auf Wunsch dieses Malheft kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Hefte werden in den Wartebereichen oder Stationen ausgelegt und dürfen von den kleinen Patienten mit nach Hause genommen werden. Diese Neuauflage konnte mit Spenden der Maria Ward Realschule der Diözese Eichstätt verwirklicht werden. Seit 2013 engagieren sich die Eichstätter tatkräftig unter der Initiative von Lehrer Peter Mrakoff für „KreBeKi“.

In der Sommerspendenaktion 2018 der Stiftung werden gerade Spenden gesammelt, um den Druck der weiteren Übersetzungen der Jugendlichen ermöglichen zu können. Wer die Stiftung noch mit dem Aufstellen einer Spendendose vier Wochen lang unterstützen möchte, wendet sich an die Geschäftsstelle der Stiftung „KreBeKi“ telefonisch unter der Nummer 0941/ 59977891 oder per Mail an krebeki@t-online.de. Jede noch so kleine Spende hilft!


0 Kommentare