19.07.2018, 00:08 Uhr

Finanzielle Unterstützung Frauentreff Schönach spendet 700 Euro an krebskranke Kinder

(Foto: UKR/Vincent Schmucker)(Foto: UKR/Vincent Schmucker)

Die Versorgung von schwerstkranken Kindern verbessern – das ist das Ziel des Kinderonkologischen Netzwerks Bayern (Kionet-Bayern) und ein Anliegen des Frauentreffs Schönach. Durch die heute überreichte Spende soll Kionet weiter ausgebaut werden.

REGENSBURG Am heutigen Mittwochnachmittag, 18. Juli, besuchte der Frauentreff Schönach das Universitätsklinikum Regensburg (UKR). Mit im Gepäck: ein Spendenscheck in Höhe von 700 Euro. Die Vorsitzende des Frauentreffs, Irmgard Fischer, überreichte das Geld, das die Damen auf ihrem Weihnachtsbasar eingenommen hatten, an die Bayerische Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer, die Kionet-Bayern als Botschafterin unterstützt, und Professor Dr. Selim Corbacioglu, Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation sowie Kionet-Projektleiter am UKR. Mit der Spendensumme soll das noch junge Netzwerk weiter ausgebaut werden.

Im Kionet-Bayern haben sich kürzlich die kinderonkologischen Fachbereiche der Universitätsklinika Regensburg, Erlangen, Würzburg, des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, der Haunerschen Kinderklinik der LMU sowie des Klinikums Augsburg zusammengeschlossen. „Ich bin sehr glücklich, dass wir mit Kionet und der damit verbundenen Vernetzung von Krebsspezialisten in Bayern viele Familien mit krebskranken Kinder unterstützen können. Der Aufbau eines starken Netzwerkes bedeutet allerdings viel Arbeit. Die Spende des Frauentreffs Schönach zeugt von hohem Engagement für Menschen, denen es weniger gut geht. Ich bin sehr dankbar darüber, solche Mitbürger in unserem Landkreis zu haben“, so Sylvia Stierstorfer.

Jährlich erkranken in Deutschland rund 2.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren an Krebs. Auch wenn die Zahl auf den ersten Blick relativ gering erscheint, ist die Schwere der Erkrankung und die damit verbundene psychische Belastung der Patienten und Angehörigen dafür meist umso höher. Aufgrund der geringen Fallzahlen der unterschiedlichen Krebsformen stehen klinische Studien zur Verbesserung bestehender und zur Entwicklung neuer Therapieformen nur eingeschränkt zur Verfügung. Um den kranken Kindern und Jugendlichen eine optimale Versorgung zu ermöglichen, müssen Eltern und Angehörige daher oft weite Reisen, auch über die Landesgrenzen hinaus, auf sich nehmen – eine zusätzliche Strapaze in der ohnehin schwierigen Lebenssituation.

Durch den Zusammenschluss aller universitären kinderonkologischen Fachbereiche Bayerns im Kionet profitieren Patienten doppelt. Zum einen können die einzelnen Häuser durch die standortübergreifende Zusammenarbeit ihre Fallzahlen erhöhen und so mehr wissenschaftliche Studien mit innovativen Therapiekonzepten anbieten.

Zum anderen wird durch Kionet-Bayern auch die heimatnahe Versorgung verbessert. Die Ärzte der sechs Kliniken arbeiten hierfür eng zusammen und bündeln ihre Kompetenzen und Erfahrungen, um Synergien in der klinischen Versorgung zu schaffen und ihr Fachwissen für das ganze Netzwerk einzubringen. Betroffene Familien müssen in der Konsequenz keine langen Anreisen mehr auf sich nehmen, sondern können sich der kompetenten Versorgung ihres Kindes im heimatnahen Krankenhaus des Kionet-Verbundes sicher sein.

„Durch die Bündelung der Expertise aller sechs akademischer Einrichtungen ist das Kionet-Bayern ein zukunftsweisendes Projekt. Wir möchten die Spendensumme nutzen, um das Netzwerk weiter auszubauen und zu stärken, sodass langfristig noch mehr Patienten und Angehörige davon profitieren“, sagt Professor Corbacioglu.

Frauentreff sammelte Spende auf Weihnachtsbasar

Die Spende für das Kionet-Bayern konnte der Frauentreff Schönach auf dem jährlichen Weihnachtsbasar sammeln. Dort werden neben selbstgemachter Weihnachtsdekoration auch festliche Gestecke und Adventskränze verkauft. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt jedes Jahr sozialen Projekten und Einrichtungen zugute.

„Die Schicksale der jungen Patienten berühren uns sehr. Deshalb ist uns die finanzielle Unterstützung für den Ausbau des Kionet-Bayern eine Herzensangelegenheit“, betont die Vorsitzende des Frauentreffs, Irmgard Fischer.


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