02.07.2018, 15:39 Uhr

Immer mehr Bedeutung Neuer Lehrstuhl für Kinder und Jugendpsychiatrie

(Foto: Lissy Höller/medbo )(Foto: Lissy Höller/medbo )

Die Oberpfalz hat erstmals einen eigenen Lehrstuhl für Kinder und Jugendpsychiatrie an der Universität Regensburg. Als Gründungsordinarius wurde Prof. Dr. Romuald Brunner berufen, der bislang am Universitätsklinikum Heidelberg tätig war. Bezirkstagspräsident Franz Löffler und der Präsident der Universität Regensburg, Prof. Dr. Udo Hebel, begrüßten den neuen Professor, der zugleich als Ärztlicher Direktor die Leitung der medbo Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik übernimmt.

REGENSBURG „Die Kinder- und Jugendpsychiatrie bekommt immer mehr Bedeutung in der Versorgung junger Menschen, eine Bedeutung, die dem noch jungen Fach zweifelslos zusteht und auch eine Herausforderung darstellt“, so Löffler. Der gebürtige Lübecker Brunner war zuletzt an der Universität Heidelberg als stellvertretender Ärztlicher Direktor und Leiter der Forschungssektion „Störungen der Persönlichkeitsentwicklung“ tätig. Brunners neurowissenschaftliche Forschungsschwerpunkte liegen bei der Entwicklung des Gehirns in der Pubertät und der Untersuchung des Risikoverhaltens Jugendlicher mit selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität. „Wir sind erfreut, einen solch ausgezeichneten Wissenschaftler mit der Einrichtung des Lehrstuhls betrauen zu können“, erklärte Prof. Hebel.

Nun übernimmt der Arzt das Gründungsordinariat des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik an der Universität Regensburg und wird gleichzeitig Ärztlicher Direktor der Klinik am medbo Bezirksklinikum. „Ich freue mich auf diese wichtige Aufgabe, den neuen Lehrstuhl aufzubauen“, sagte Prof. Brunner. Die medbo (Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz) finanziert für die ersten sechs Jahre eine W3-Stiftungsprofessur mit zusätzlichem wissenschaftlichen Personal in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Mit über 1,2 Millionen Euro unterstützt damit der Bezirk den neuen Lehrstuhl. Nach Ablauf der Anschubfinanzierung hat der Freistaat Bayern zugesichert, den Fortbestand des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die finanziellen Mittel für eine adäquate Erfüllung der Aufgaben in Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen.

In der medbo Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie werden alle Krankheitsbilder des Fachgebiets diagnostiziert und behandelt wie zum Beispiel: ADHS, Entwicklungs- und Teilleistungsstörungen, Essstörungen, Magersucht, Posttraumatische Belastungsstörungen, selbstverletzendes Verhalten, Borderline oder Depression. Im vergangenen Jahr wurden

in der KJP mehr als 4.000 Kinder und Jugendliche behandelt.


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