14.06.2018, 12:51 Uhr

Nach Insolvenz Betrieb der Senioren-Residenz Thurn und Taxis im Schloss St. Emmeram geht vorerst weiter

Die Senioren-Residenz Thurn und Taxis. Foto: FacebookDie Senioren-Residenz Thurn und Taxis. Foto: Facebook

Nach der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung über die Senioren-Residenz Schloss Thurn und Taxis Regensburg GmbH in Regensburg und deren in München ansässige Betreibergesellschaft Eustra Service GmbH in der vergangenen Woche ist es den vorläufigen Insolvenzverwaltern von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen, Dr. Stefan Debus (Verfahren Senioren-Residenz) und Oliver Schartl (Verfahren Eustra Service GmbH), gelungen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die Fortführung des Betriebs bis auf Weiteres sicherzustellen.

REGENSBURG „Wir haben die rund 40 Bewohner der Senioren-Residenz Schloss Thurn und Taxis und des dazu gehörigen Haus Kaiser-Friedrich und deren Angehörige darüber informiert, dass sich für sie nichts ändert und sie weiterhin gut versorgt werden“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter der Senioren-Residenz, Dr. Stefan Debus, am Donnerstag. Die rund 80 Beschäftigten seien in Mitarbeiter-Versammlungen ebenfalls über die Situation informiert worden. Ihr Gehalt für die Monate Mai bis Juli erhalten die Pflege- und Servicekräfte im Rahmen der Insolvenzgeldvorfinanzierung über die Bundesagentur für Arbeit.

„Trotz struktureller Probleme in der Vergangenheit sehen wir gute Chancen für eine Sanierung und Fortführung der beiden Gesellschaften“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter der Eustra Service GmbH, Oliver Schartl. Die Mitarbeiter seien sehr motiviert, ihren Beitrag zum Erhalt des Betriebs zu leisten.

Auch der Geschäftsführer der beiden insolventen Gesellschaften, Sebastian Wendlinger, dankte allen Bewohnern, ihren Angehörigen sowie den Mitarbeitern für ihr Verständnis und ihre Bereitschaft zur Kooperation. Er versicherte, dass die Bewohner der Senioren-Residenz und des Haus Kaiser-Friedrich weiterhin gut und zuverlässig versorgt würden. Den vorläufigen Insolvenzverwaltern dankte Wendlinger für ihr rasches Handeln, mit dem man die unsichere Situation schnell und gut in den Griff bekommen habe.

Mit den Verkaufsprozessen der beiden Gesellschaften hat die Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen die Restrukturierungs- und Insolvenzrechtsspezialisten Philipp Köppe, MHBA, und Norman Lenger, LL.M., der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner exklusiv beauftragt. Den auf die Gesundheits-und Sozialwirtschaft spezialisierten Beratern steht bei der Investorensuche ein interdisziplinäres Team aus M&A-Experten zur Seite. „Wir haben schon mehrere potenzielle Investoren angesprochen und die Gespräche über einen Verkauf beider Gesellschaft laufen“, sagte Restrukturierungsexperte Philipp Köppe von Rödl & Partner.


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