08.05.2018, 14:01 Uhr

Positive Jahresbilanz Übernachtungszahlen im VKKK-Elternhaus steigen erneut

(Foto: VKKK)(Foto: VKKK)

Seit bald 30 Jahren unterstützt der VKKK Ostbayern e. V. krebskranke Kinder, Jugendliche und deren Familien. Im Jahr 2017 betreute der Verein 356 Patienten, 54 kamen neu hinzu. Die Zahl der Übernachtungen im VKKK-Elternhaus ist erneut gestiegen auf nun rund 12.200, ein Plus von 500 gegenüber 2016. „Vor fünf Jahren lagen wir noch bei 7.300 Übernachtungen pro Jahr. Seitdem können wir also eine Zunahme von rund 40 Prozent verzeichnen“, berichtete der VKKK-Vorsitzende, Prof. Franz-Josef Helmig, bei der Mitgliederversammlung des Vereins.

REGENSBURG Im Elternhaus, 2010 direkt neben der Kinder-Uniklinik in Regensburg errichtet, bietet der Verein zur Förderung körperbehinderter und krebskranker Kinder (VKKK) 23 Elternappartements an. „Das Haus ist der wichtigste Baustein unseres Hilfsangebots“, so Prof. Helmig. Die Kinderuniklinik behandelt junge Patienten aus ganz Ostbayern. Für sie ist unerlässlich, dass sich ein Elternteil ständig um sie kümmert. Zumindest den Stress, eine Unterkunft nahe der Klinik zu finden, nimmt der VKKK durch das Elternhaus. Die Angehörigen finden hier während der zumeist langwierigen Krebstherapie eine Unterkunft.

Mit den 12.200 Übernachtungen 2017 hat das Elternhaus seine Auslastungsgrenze mehr als erreicht. Um die Nachfrage weiterhin bedienen zu können, hat der VKKK vorsorglich bereits vier Appartements im Patientenhaus der Leukämiehilfe Ostbayern angemietet, das derzeit neben dem eigenen Gebäude neu entsteht.

Für das Jahr 2017 verzeichnet der VKKK erneut großzügige Spenden von Menschen aus ganz Ostbayern. Mit dem Geld leistet der Verein vor allem einen Beitrag, das Leid der kranken Kinder zu lindern.

Das Grundproblem der Kinder- und Jugendmedizin sei schon immer, dass die Kinder von den Kostenträgern wie kleine Erwachsene behandelt werden, so Prof. Helmig. „Obwohl die Kinder mehr Betreuung brauchen als Erwachsene, wird den Kliniken das eigentlich nötige Personal von den Krankenkassen nicht finanziert“, erklärt der Kinderchirurg im Ruhestand. Elternvereine wie der VKKK müssen einspringen. Fast die Hälfte seiner Spendeneinnahmen gibt der Verein dafür aus.

Sehr schlank hält er seinen Verwaltungsapparat. Auf Personal-, Verwaltungs- und Raumkosten entfallen nur knapp 20 Prozent der Ausgaben. Damit bleibt rund ein Drittel des Budgets für einen weiteren wichtigen Bereich: Betreuung, Zuwendung und Angebote für die Kinder und ihre Familien. „Es geht ganz viel darum, den Kindern Mut zu machen. Das ist manchmal überlebenswichtig“, sagte Irmgard Scherübl, zweite Vorsitzende des VKKK, die 2017 für ihr langjähriges Engagement mit der Bürgermedaille des Markts Lappersdorf und dem Ehrenzeichen des Bayrischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet wurde.

Auf der onkologischen Station steht die VKKK-Wunschbox für die Herzenswünsche der jungen Patienten bereit. „Das kann Spielzeug sein, Ausrüstung fürs Lieblingshobby oder auch mal ein Smartphone, um mit Oma und Opa weit weg in Kontakt zu bleiben“, so Scherübl. „Die Wünsche geben den Kindern ein Ziel, das ihnen hilft, die harte Zeit der Therapie durchzuhalten“, berichtet die gelernte Erzieherin.

Mit Begegnungsangeboten fördert der VKKK den Austausch der Familien untereinander, die sich als Schicksalsgemeinschaft Halt und Trost geben. Schließlich findet auch die Trauer um verstorbene Kinder mit verschiedenen Angeboten ihren Platz im Angebot des Vereins.

Prof. Helmig beendete die Mitgliederversammlung mit einem Ausblick. Als nächste größere Veranstaltung steht am 7. Juli das Benefiz-Fußballturnier und Familienfest „Kicken für Kids“ auf dem Sportgelände der Universität an. Welche Sport- und TV-Promis dieses Jahr mitspielen, wollte der Vorsitzende noch nicht verraten. Bereits begonnen haben die Vorbereitungen fürs Jubiläumsjahr 2019, in dem der VKKK seinen 30. Geburtstag feiert.


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