27.04.2018, 12:13 Uhr

Besuch aus Österreich Krankenpflegeschule aus Graz besucht Hospiz in Pentling

(Foto: Michael Zeitler)(Foto: Michael Zeitler)

„Grüß Gott und Baba“ hieß es im Johannes-Hospiz der Johanniter, als eine Krankenpflegeschule aus Graz zu Besuch gekommen war. Zwei Lehrerinnen sind zusammen mit 25 Schülern den weiten Weg aus Österreich angetreten, um das einzige Hospiz in der Oberpfalz zu besuchen. Außer dem Hospiz besichtigten die Schüler noch die Berufsfachschule für Krankenpflege und Kinderkrankenpflege der Barmherzigen Brüder in Regensburg sowie das Katharinenspital.

REGENSBURG Diese Besuche organisieren sich die Schüler autonom. Im Tagungsraum, der im Johannes-Hospiz im Obergeschoss zu finden ist, durften die Schülerinnen und Schüler der Hospizleitung Sabine Sudler und ihrer Stellvertreterin Beate Hochmuth alle Fragen, die sie beschäftigten, stellen. Hierbei betonte Hochmuth vor allem, dass im Hospiz kein „Krankenhauscharakter“ herrschen soll; daher tragen die Mitarbeiter nicht die typische Krankenhauskleidung. Eine weitere Frage war, ob es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit gibt, mit einem Psychologen zu sprechen. „Wir haben hier im Haus zwei Seelsorger beschäftigt, an die sich die Mitarbeiter jederzeit im Vertrauen wenden können“, so Sabine Sudler. Weiterhin klärten die beiden Hospizleitungen die Besucher darüber auf, dass rund 98 Prozent der Gäste eine Tumorerkrankung haben, die nicht mehr behandelbar ist. „Was glauben Sie, wie viele Gäste wir wieder aus dem Hospiz entlassen haben?“, so Beate Hochmuth „23 Gäste haben wir tatsächlich wieder aus dem Hospiz entlassen und sie unterziehen sich wieder einer Therapie oder ihnen geht es auch einfach wieder gut“. „95 Prozent der laufenden Kosten im Hospiz werden von den Krankenkassen übernommen, für die restlichen fünf Prozent muss die Johanniter-Unfall-Hilfe als Träger selbst aufkommen“, so Sabine Sudler zum Abschluss. Im Anschluss wurden die Schüler in zwei Gruppen durch das Gebäude geführt.


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