28.02.2018, 13:31 Uhr

Schließungen Landes-Caritasdirektor Piendl widerspricht scheidendem AOK-Chef – „Fachkräftemangel nicht durch Krankenhausschließungen zu beheben!“

(Foto: leaf/123rf.com)(Foto: leaf/123rf.com)

Der Regensburger Prälat Bernhard Piendl hat sich deutlich gegen die Auffassung gewandt, dass der Fachkräftemangel in der Alten- und Krankenpflege mit der Schließung von Krankenhäusern oder dem Abbau von Krankenhausbetten behoben werden könnte. Er widersprach damit der Aussage des scheidenden Chefs der AOK Bayern, Helmut Platzer.

MÜNCHEN Er kenne zwar die möglicherweise berechtigte Diskussion um die Anzahl der Krankenhausbetten, sagte Piendl, aber: „Daraus lässt sich keine Aussage über den Fachkraftmangel ableiten. Der Bedarf an Pflegefachkräften orientiert sich nicht an der Anzahl der Krankenhausbetten, sondern an der Anzahl der pflegebedürftigen Personen – unabhängig davon, ob im Krankenhaus, Zuhause oder im Altenheim. Die Argumentation von Herrn Platzer, den ich persönlich sehr schätze, ist hier logisch nicht stimmig und geht am Problem des Fachkraftmangels vorbei.“

Um dem Fachkraftmangel entgegenzusteuern fordert Prälat Piendl stattdessen, die Pflegeberufe attraktiver zu machen: „Die Pflegenden leisten jeden Tag großartiges für Kranke, Alte und Schwache und für das Gemeinwesen insgesamt. Das muss wertgeschätzt werden und sich auch bei den Pflegekräften bemerkbar machen.“


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