19.06.2019, 11:53 Uhr

Dezentrale Versorgung Ambulanz für psychische Gesundheit in Pfarrkirchen eröffnet

V. li.: 3. Bürgermeisterin Franziska Wenzl, Landrat Michael Fahmüller, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, die Leiterin der Ambulanz, Dr. Cathy Czako, sowie der ärztliche Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen, Prof. Wolfgang Schreiber. (Foto: Lang/Bezirk Niederbayern)V. li.: 3. Bürgermeisterin Franziska Wenzl, Landrat Michael Fahmüller, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, die Leiterin der Ambulanz, Dr. Cathy Czako, sowie der ärztliche Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen, Prof. Wolfgang Schreiber. (Foto: Lang/Bezirk Niederbayern)

Die dezentrale Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu verbessern, ist ein Ziel, das der Bezirk Niederbayern verfolgt und mit der Errichtung von „Ambulanzen für psychische Gesundheit“ konsequent umsetzt. Nach Standorten in Mainkofen, Passau und Grafenau wurde nun eine weitere Ambulanz im Landkreis Rottal-Inn eröffnet.

PFARRKIRCHEN Damit steht auch den Patienten dieser Region ein komplexes psychiatrisches und psychotherapeutisches Behandlungsangebot zur Verfügung sowie ein multiprofessionelles Team aus Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie, psychologische Psychotherapeuten, Fachpflegekräften für Psychiatrie, Sozialpädagogen und medizinische Fachangestellte. Die Einrichtung wird als Außenstelle des Bezirksklinikums Mainkofen geführt und ist bei den Rottal-Inn-Kliniken in Pfarrkirchen angesiedelt.

Die vielen Anmeldezahlen zum Betriebsstart Anfang Juni zeigten, dass der Bedarf sehr groß ist, wie Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in seiner Begrüßung hervorhob. Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen beim Bezirk, im Bezirksklinikum Mainkofen, in den Rottal-Kliniken sowie mit Stadt und Landkreis hätten die schnelle Realisierung der Ambulanz ermöglicht.

Da mit diesem wohnortnahen Angebot die Versorgung betroffener Patienten erheblich verbessert werde, sprach Heinrich von einem „Feiertag“ für die gesamte Region. Die Erfahrung zeige, dass nicht nur viele Menschen, die bisher in Mainkofen oder Passau in Behandlung waren, davon profitieren, sondern sich auch weitere Patienten behandeln ließen, die zuvor die langen Wege gescheut hatten.

Dem stimmte auch Landrat Michael Fahmüller zu, der betonte, dass gerade bei psychischen Erkrankungen nicht nur die Patienten selbst, sondern das gesamte familiäre Umfeld leidet. Er zeigte sich äußerst erfreut, dass die Umsetzung der Ambulanz so zügig gelungen ist. „Wir hatten eigentlich erst Mitte 2020 damit gerechnet.“ Prof. Wolfgang Schreiber, ärztlicher Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen, machte deutlich, dass man mit der Ambulanz keine Konkurrenz zu den bisherigen Angeboten sein wolle oder könne. Vielmehr gehe es angesichts langer Wartezeiten um eine bessere Versorgung insgesamt – in guter Zusammenarbeit mit den Kollegen im Krankenhaus und den niedergelassenen Ärzten. Geleitet wird die Ambulanz von Dr. Cathy Czako, die bereits die Ambulanz in Grafenau mit aufgebaut hat. Schon jetzt ist wegen der hohen Nachfrage geplant, die Sprechzeiten ab Herbst von drei auf fünf Tage pro Woche auszuweiten.

Nach dem offiziellen Festakt, an dem neben Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, der sich im Vorfeld sehr für die Ambulanz eingesetzt hatte, auch weitere Vertreter des Bezirkstags sowie die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Pfarrkirchen, Franziska Wenzl, teilnahmen, spendete Kaplan Dr. Florian Haider den kirchlichen Segen und die Gäste konnten die Räumlichkeiten besichtigen.


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