22.11.2018, 13:47 Uhr

Noch kein Fall im Landkreis Laut Landratsamt wegen Hasenpest kein Grund zur Panik

Im Landkreis ist bisher weder ein Fall von einem verendeten Hasen, noch ein Krankheitsfall beim Menschen bekannt. (Foto: dlpohl/123rf.com)Im Landkreis ist bisher weder ein Fall von einem verendeten Hasen, noch ein Krankheitsfall beim Menschen bekannt. (Foto: dlpohl/123rf.com)

Beim Landratsamt Rottal-Inn mehren sich die Anfragen besorgter Bürger zur sogenannten „Hasenpest“ (Tularämie). Aus diesem Anlass weist das Landratsamt darauf hin, dass keinerlei Grund zur Panik besteht.

ROTTAL-INN Zum einen gibt es bislang keinen einzigen bestätigten Fall von verendeten Hasen im Landkreis, bei denen der Erreger nachgewiesen werden konnte. Zum anderen gibt es nach wie vor auch keinen Fall, bei dem die Krankheit bei Menschen nachgewiesen werden konnte – auch die vermeintlichen Verdachtsfälle in Eggenfelden haben sich nicht bestätigt.

Die Hasenpest ist für Nagetiere und Hasen häufig tödlich, bei Menschen ist sie letztlich vergleichbar mit einer Grippe. Auch die Symptome beim Menschen sind einer Grippe ähnlich – die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei entsprechenden Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Mattigkeit um eine gewöhnliche Grippe und nicht um „Hasenpest“ handelt, ist jedoch deutlich höher.

Menschen können sich mit Tularämie anstecken bei Kontakt der Haut oder Schleimhäute mit infektiösem Tiermaterial, insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen von erlegtem Wild sowie durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminierten Hasenfleisch. Von Mensch zu Mensch ist die Krankheit nicht übertragbar. Die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome beträgt in der Regel 3 bis 10 Tage.


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