19.04.2018, 10:56 Uhr

Sonderkontrolle ergab Keine auffällige PFOA-Belastung des Trinkwassers im Landkreis

Nach Vorfall im Landkreis Altötting: Eine Sonderuntersuchung des Trinkwassers im südlichen Landkreis Rottal-Inn ergab: Es gibt keine auffälligen PFOA-Werte. (Foto: Holger Becker)Nach Vorfall im Landkreis Altötting: Eine Sonderuntersuchung des Trinkwassers im südlichen Landkreis Rottal-Inn ergab: Es gibt keine auffälligen PFOA-Werte. (Foto: Holger Becker)

Die Belastung des Trinkwassers mit perfluorierten Tensiden, namentlich PFOA, sorgte in den vergangenen Wochen und Monaten im Bereich Altötting für eine große Verunsicherung der Bevölkerung. Nun wurde eine Sonderkontrolle im südlichen Landkreis Rottal-Inn durchgeführt.

ROTTAL-INN Historischer Ausgangspunkt war dabei ein Chemiewerk in Gendorf. Über die Alz besteht eine Verbindung zum Inn, sodass bei einzelnen Wasserversorgungsanlagen im südlichen Landkreis Rottal-Inn theoretisch die Möglichkeit einer Beeinflussung dieser Brunnen durch im Flusswasser gelöste Stoffe („Inn-Uferfiltrat“) besteht.

Vor diesem Hintergrund hat das Gesundheitsamt am Landratsamt Rottal-Inn vorsorglich eine Sonderuntersuchung des Trinkwassers auf perfluorierte Verbindungen veranlasst und eine entsprechende medizinisch-toxikologische Bewertung vornehmen lassen. Es wurden insgesamt 8 Proben im Bereich Simbach, Julbach und Kirchdorf am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht.

Wie der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ludwig Müller, nun mitteilte, erreichen die festgestellten Gehalte für PFOA maximal 0,013 µg/l. Dies ist ca. ein Zehntel des von der Trinkwasserkommission am Umweltbundesamt empfohlenen Leitwertes. Eine Schädigung der Gesundheit ist bei den im Trinkwasser festgestellten Gehalten an perfluorierten Verbindungen nach bisherigem Kenntnisstand auch bei langfristiger Aufnahme des Wassers in keinem Fall zu erwarten.

Das Ziel muss aber sein, die unerwünschten Stoffe möglichst weitgehend aus dem Trinkwasser zu entfernen. Diesbezüglich steht das Gesundheitsamt in engem Kontakt mit den Wasserversorgern, um weitere Maßnahmen zu besprechen, deren Wirksamkeit dann durch Kontrolluntersuchungen überprüft werden kann.

Bei Brunnen in anderen Trinkwassereinzugsgebieten sind amtliche Proben vorerst nicht geplant, da ein Eintrag von Schadstoffen auf anderen Wegen (z. B. über die Luft) nach dem Ende der Verwendung von PFOA im Landkreis Altötting im Jahr 2008 nicht relevant ist.


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