24.10.2017, 11:12 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Zwischen Rott und Inn Neues Wanderkonzept erstellt

Verantwortliche, Bürgermeister und Ehrengäste bei der Präsentation des neuen Wanderkozeptes vor dem Eringer Rathaus. (Foto:Walter Geiring)Verantwortliche, Bürgermeister und Ehrengäste bei der Präsentation des neuen Wanderkozeptes vor dem Eringer Rathaus. (Foto:Walter Geiring)

Gemeinden planen Wanderregion zwischen Rott und Inn und präsentierten jetzt ein Konzept dafür

ERING AM INN Bereits seit Anfang 2016 laufen die Planungen für eine interkommunale Wanderregion zwischen Rott und Inn. Mit beteiligt an dem Wanderwegenetz sind die Gemeinden Ering und Stubenberg sowie aus dem Nachbarlandkreis Passau Rotthalmünster, Kößlarn und Malching. Nun sind diese ersten Vorplanungen der abgeschlossen und konnten im Rahmen einer Pressekonferenz im Eringer Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert werden.

„Bei einem Bürgermeistertreffen in Malching wurde die Idee zu einer gemeinsamen Wanderregion zwischen Rott und Inn geboren. Wir haben so viel in den einzelnen Gemeinden zu bieten und können miteinander noch mehr erreichen“, erklärte Bürgermeister Willi Galleitner aus Stubenberg. Später holte man sich weitere Informationen über mögliche Förderungen durch ein LEADER-Programm. Mit LEADER werden Projekte zur Erhaltung der Lebensqualität im ländlichen Raum gefördert. Hierbei werden neben wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen auch touristische Projekte unterstützt und umgesetzt. Am Ende brachte die 70-prozentige LEADER-Förderung das Ganze ins Rollen. Durch die geplante gemeindeübergreifende Vernetzung der Wanderwege soll die Attraktivität des Wandernetzes für Touristen und Einheimische gesteigert werden.

Dazu wird es eine einheitliche Beschilderung der Wanderwege geben, die zusätzlich noch durch Themenwege ergänzt werden kann. Es soll auch Hinweis- und Infotafeln für geschichtliche Vorkommnisse und Sehenswürdigkeiten geben. Laut Galleitner sind andere Gemeinden an dem Projekt auch herzlich willkommen. Um die Wanderwege entsprechend darzustellen, gibt es ein einheitliches Kartenmaterial in gedruckter und digitaler Form. Zudem sollen Apps für Handy- und Tabletnutzer erstellt werden.

Vorsitzender Alfons Sittinger von der lokalen Aktionsgruppe (LAG) im Landkreis Rottal, sie bestimmt den LEADER-Prozess, beglückwünschte die Gemeinde zu dem Vorhaben. „Ich habe das Inntal aufgrund seiner Vielfältigkeit immer sehr geschätzt, da es viel zu bieten hat, wenngleich oftmals dies auch sogar von Einheimischen unterschätzt wird, was eine Fehleinschätzung ist“, erklärte Sittinger. Gerade im Tourismusbereich sei die Region, mit Ausnahme von Bad Birnbach, laut Sittinger noch sehr unentdeckt, darum gelte es nun die Initiativen zu ergreifen. Bei der Maßnahme ist auch die Region Bad Birnbach mit eingebunden wird.

Anschließend wurde das Projekt mittels einer Powerpointpräsentation durch Geschäftsführer Rainer Lampl von der Firma Green Solution aus Murnau vorgestellt. In der ersten Projektphase wurde mit der Erarbeitung eines Wege-, Beschilderungs- und Marketingkonzeptes durch das Team von Lampl begonnen. Dabei waren die Ausgangsbedingungen in den Gemeinden durchaus unterschiedlich. Während in Ering und Stubenberg bereits Wege ausgewiesen sind, konnte Kößlarn keine eigene Beschilderung vorweisen. Auf diesen Grundlagen und in enger Abstimmung mit den Kommunen wurde nun ein Wege- und Beschilderungsplan für das ganze Gebiet vorbereitet.

Das neue Konzept soll laut Lampl primär Familien und Genusswanderer ansprechen sowie Start- und Verweilplätze berücksichtigen. Im gesamten Gebiet wurden 30 Touren neu aufgestellt, wobei das Kerngebiet der fünf Gemeinden rund 235 Kilometer umfasst. In Ering und Stubenberg wird es demnach jeweils acht neue Touren geben, Kößlarn erhält drei, Malching sechs und Rotthalmünster fünf. Hinzukommen noch die Fernwanderwege. Laut Lampl umfasst die Planung auch Parkplätze, Standorte für Infotafeln und Ruheplätze sowie Aussichtspunkte und andere interessante Wegmarken.

Ein Medienplan soll für die entsprechende Vermarktung der Wanderregion mit dem Titel „Wandern zwischen Rott und Inn“ sorgen. In der zweiten Phase geht es nun um die Erstellung der Wegweiser, Ausstattung und Marketing, um eine große Akzeptanz für das „Wandern zwischen Rott und Inn“ zu erzielen.

Das gesamte Projekt wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Aufgrund der 70-prozentigen LEADER-Förderung durch die beiden LAG-Gruppen aus den Landkreisen Rottal-Inn und Passau verbleiben für die fünf beteiligten Gemeinden noch 30 000 Euro. Voraussichtlich bis Ende 2018 soll die Beschilderung der neuen Wanderrouten zwischen Rott und Inn erledigt sein. Die Projektführung obliegt der Gemeinde Stubenberg.


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