13.03.2020, 15:29 Uhr

Pandemie Landkreis intensiviert Schutzmaßnahmen gegen Corona

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Landratsamt untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen – Publikumsverkehr in Dienststellen nur mit vorheriger Anmeldung

PASSAU. Der Landkreis Passau intensiviert seine Anstrengungen, die Infektionswelle mit dem Corona-Erreger nach Möglichkeit abzuschwächen. Landrat Meyer: „Es geht darum, das Risiko für ältere Menschen und Kranke zu senken, da müssen wir alle gemeinsam zu Einschränkungen bereit sein.“

Am unmittelbarsten betrifft dies das öffentliche Leben bei der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Veranstaltungen stattfinden können. Das Landratsamt wird Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern ab Sonntag per Allgemeinverfügung untersagen.

Im Nachgang zu den am Freitag bekannt gegebenen Maßnahmen des Freistaates (Schließung Schulen und Kinderbetreuungsstätten) wird ab sofort der Unterricht an der Kreismusikschule ausgesetzt. Für den Öffentlichen Personennahverkehr gilt der Ferien-Fahrplan.

Gemäß den Vorgaben des Freistaates gilt ein Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Der reguläre Publikumsverkehr in den Landratsamtsdienststellen Passau, Fürstenzell und Salzweg wird vorerst eingestellt, persönliche Vorsprachen sind nur in dringenden Fällen und nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung möglich. Dies gilt auch für die Zulassungsstellen, auch hier ist eine telefonische Voranmeldung erforderlich. In diesem Zusammenhang sei festgestellt, dass der Amtsbetrieb wie bisher weiterläuft, die Einschränkungen betreffen nur den Publikumsverkehr.

Das Wahlstudio im Landratsamt am 15. März wird abgesagt. Information über einlaufende Wahlergebnisse sind nach Schließung der Wahllokale über www.landkreis-passau.de abrufbar.

In der Summe gesehen seien alle diese Maßnahmen sicher schwerwiegend und für unser gewohntes öffentliches Leben ein heftiger Einschnitt, so der Landrat. Angesichts der Chance, dadurch jene zu schützen, für die eine Corona-Infektion lebensbedrohend sein könne, müssten aber Opfer gebracht werden. Meyer: „Wir dürfen es unter keinen Umständen zulassen, dass die Zahl der schwerwiegenden Erkrankungen unsere Intensivmedizin überlastet. Keine Veranstaltung und keine Unterrichtsstunde wäre das wert.“


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