28.08.2019, 13:21 Uhr

UNICEF-Aktion Mit der Passauer „Extraportion“ Kinder auf der ganzen Welt retten

Die Passauer UNICEF Gruppe um Organisatorin Ewelina von Raußendorff (4. v. links) führt heuer erstmals von 1. bis 30. September die Aktion „Extraportion“ durch.Die Passauer UNICEF Gruppe um Organisatorin Ewelina von Raußendorff (4. v. links) führt heuer erstmals von 1. bis 30. September die Aktion „Extraportion“ durch.

Große Resonanz: Gastwirte zeigen soziales Engagement

PASSAU. Am Abend schön essen gehen und dabei Leben retten – mit der Aktion „Extraportion“ hat UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, bereits in vielen deutschen Städten für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Erfolgsgeschichte dieser ungewöhnlichen Spendenaktion gegen den Hunger wird heuer in Passau fortgeschrieben: Zum ersten Mal finden in der Dreiflüssestadt von 1. bis 30. September diese Aktionswochen statt. Bis jetzt machen auf anhieb bereits 30 Lokale und Restaurants in der Innenstadt mit, weitere 24 könnten noch folgen. Damit würde in Passau das bis dato größte „Extraportion“-Projekt von UNICEF stattfinden.

Ewelina von Raußendorff von der Passauer UNICEF-Gruppe ist begeistert: „Mit dieser großartigen Resonanz der Passauer Gastronomie haben wir nicht gerechnet!“ Die Initiatorin der Passauer Aktion „Extraportion“ ist selbst Mutter und hat die Organisation der Aktion übernommen. „Ich kann es nicht akzeptieren, dass in unserer von Wohlstand überfrachteten Welt jährlich mehr als drei Millionen Kinder verhungern müssen“, sagt die Technische Redakteurin und Übersetzerin. Sie ist überzeugt, dass sie und ihre Mitstreiter zusammen mit den Passauer Gastronomen ein gutes Spendenergebnis einfahren, mit dem UNICEF in den Hungergebieten – vor allem in Afrika – vor Ort viel bewirken kann.

Denn die Idee hinter der „Extraportion“ ist einfach überzeugend: Die gute Stimmung nach einem guten Essen in einem guten Restaurant soll verlocken, auch anderen etwas Gutes zu tun. Und deshalb wird man in vielen Passauer Lokalen die Frage „Darf’s auch ein bisschen mehr sein?“ hören.

Passaus Gastronominnen und Gastronomen rufen von 1. bis 30. September ihre Gäste dazu auf, eine symbolische „Extraportion“ zu bestellen und sie für mangelernährte Kinder zu spenden. Wer das tut, hilft dabei mit, dass diese Kinder weltweit gesund groß werden. Mit gutem Beispiel voran geht da auch Gastwirt Fritz Mayer als Passauer Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes. Auch er wird eine „Extraportion“-Spendenbox in der Heilig-Geist-Stiftschenke aufstellen. „Ich finde das eine gute Geschichte: Wer sich selbst was Gutes gönnt oder Gutes tun kann, kann auch anderen etwas Gutes tun – und zwar nicht nur zur Weihnachtszeit“, sagt Wirte-Sprecher Mayer. „Gerade diese Idee find ich toll. Wir – und da spreche ich sicher auch für meine Kolleginnen und Kollegen – werden dafür sorgen, dass die Stimmung unserer Gäste bei Tisch gut sein wird, und wünschen uns, dass sich dies dann in barer Spenden-Münze auszahlt.“

Mit Tischflyern und Plakaten machen die Gastro-Betriebe im Namen von UNICEF auf Mangelernährung aufmerksam. Über die Spendenbox an der Restaurantkasse oder am Tresen der teilnehmenden Betriebe hat der Gast die Möglichkeit, einen beliebigen Betrag für ein Kind in Hungersnot zu spenden. An der Aktion beteiligen sich bis dato 30 Restaurants, Betriebe sowie Geschäfte. Sieben Restaurants präsentieren in Kooperation mit dem Stadtmagazin „Pasta!“ zusätzlich spezielle Leibgerichte, bei deren Bestellung automatisch jeweils 1,20 Euro an die Aktion „Extraportion“ fließen. XXXLutz Hiendl unterstützt mit seinem Passauer Möbelhaus-Restaurant die Kampagne gegen Hungersnot und spendet im Aktionsmonat pro verkauftem XXXL-Schnitzel 1,20 Euro an die UNICEF-Aktion. Eine Extraportion soziales Engagement zeigt auch das Passauer Softwareunternehmen msg und setzt im September ein eigenes Aktionsgericht auf die Speisekarte des Mitarbeiterbistros, wovon je 1,20 Euro pro Bestellung an die „Extraportion“ gehen.

Warum gerade 1,20 Euro? „UNICEF rettet zum Beispiel mit nahrhafter Erdnusspaste mangelernährten Kindern das Leben. Sie ist leicht einzunehmen und steckt voller wichtiger Nährstoffe, die lebensbedrohlich geschwächte Mädchen und Jungen schnell wieder aufpäppeln“, sagt Annette Wahle, die kommissarische Leiterin der UNICEF-Gruppe Passau. „Bereits 1,20 Euro helfen, ein Kind für einen Tag mit lebensrettender Erdnusspaste zu versorgen. So kann UNICEF schon mit kleinen Spendenbeträgen sehr viel erreichen. Helfen Sie mit!“

Noch können sich weitere Gastro-Betriebe an der Aktion gegen Hungersnot beteiligen. Wer mitmachen will, einfach eine E-Mail an info@passau.unicef.de.

Hier können Sie eine „Extraportion“ spenden

Altstadt Beisl, Am Paulusbogen, Amsl, Bio-Top, Bouillabaisse, Café Duftleben, Café Roses, Esskultur Umami, Farmstead, Frau Dunschn, Gallo Nero, Goldenes Schiff, Heilig-Geist-Stiftschenke und Stiftskeller, Innsteg, KaffeeWerk, Kolibri Spiel und Kunst, Kranabith – farm to table, Kreuzweis, Löwen.Brauhaus.Passau, Mr. Crêpes, msg systems ag, Ombralonga, Pasta e vino, Pesto Werkstatt, Reformhaus Buck, Scharfrichter Haus, Tante Emmer, Venti tre, Weingut, XXXLutz Hiendl, Zi‘ Teresa.


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