07.03.2018, 08:30 Uhr

Tarifrunde öffentlicher Dienst 2018 Warnstreiks auch in den Kliniken des Rehafachzentrums der DRV Bayern Süd in Bad Füssing und Passau

(Foto: fotogestoeber/123RF)(Foto: fotogestoeber/123RF)

Im neu fusionierten Rehafachzentrum der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd wird es zu Warnstreiks im Zuge der derzeit laufenden Tarif- und Besoldungsrunde im öffentlichen Dienst kommen.

PASSAU Die Klinik Bad Füssing wird hierbei am heutigen Mittwoch, 7. März, die Klinik Passau/Kohlbruck am Donnerstag, 8. März, jeweils zur Mittagszeit stundenweise in den Ausstand treten.

In der ersten Verhandlungsrunde am 26. Februar 2018 hatten die Arbeitgebervertreter von Bund und Kommunen die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro als nicht erfüllbar zurückgewiesen.

„Die Wertschätzung des Arbeitgebers für die Arbeit seiner Beschäftigten kann sich nicht nur in warmen Worten erschöpfen! Wir wollen, dass die Kolleginnen und Kollegen die ihnen zustehende Wertschätzung auch deutlich in Ihrem Geldbeutel spüren können! Die Wirtschaft brummt seit Jahren und die Steuerkassen sind gefüllt wie nie! Wann, wenn nicht jetzt können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf ein deutliches Lohnplus hoffen?“, fasst Christoph Kittel, zuständiger Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Niederbayern, die Stimmung unter den Beschäftigten zusammen.

Die Arbeitgeber hatten am Montag in der ersten Verhandlungsrunde erklärt, ein Mindestbetrag setze falsche Prioritäten, zur Fachkräftegewinnung müsse aus Sicht der Arbeitgeber oben mehr gezahlt werden. Außerdem geben es bei den Kommunen einen Investitionsrückstand von 126 Milliarden Euro.

Gewerkschaft und Arbeitgeber liegen damit deutlich auseinander. „Es ist unsere Aufgabe als Beschäftigte unserem Arbeitgeber durch entsprechende Aktionen unsere Entschlossenheit zu beweisen! Wir sind es wert“, so ein ver.di Mitglied aus den betroffenen Kliniken.

„Diese Warnstreiks sind nicht gegen die örtliche Klinikleitung oder gar die Patientinnen und Patienten gerichtet“, ergänzte Kittel. „Wir bitten letztere um Verständnis, wenn Behandlungen verschoben werden sollten. Gerne können Sie sich auch unseren kurzen Aktionen vor Ort anschließen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden Ihre Solidarität zu schätzen wissen“.

„Wir fordern alle Beschäftigten auf, sich in ver.di zu organisieren und mit uns gemeinsam in dieser Tarifrunde aktiv zu werden!“, bekräftigt Kittel zuletzt.


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