24.10.2017, 12:14 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Pro familia-Aktion Stillende Mamas herzlich willkommen!

Die Geschäftsstelle des Katholischen Deutschen Frauenbundes in der Diözese Passau wurde von pro familia Niederbayern als erster stillfreundlicher Ort Passaus zertifiziert.Die Geschäftsstelle des Katholischen Deutschen Frauenbundes in der Diözese Passau wurde von pro familia Niederbayern als erster stillfreundlicher Ort Passaus zertifiziert.

KDFB-Geschäftsstelle ist erster „stillfreundlicher Ort“ Passaus

PASSAU Die Geschäftsstelle des Katholischen Deutschen Frauenbundes in der Diözese Passau (KDFB) ist nun ganz offiziell ein stillfreundlicher Ort. Konkret heißt das: Stillende Mütter sind jederzeit herzlich willkommen und können sich in den Räumen am Ludwigsplatz 4 in Passau in aller Ruhe um ihre Babys kümmern. Der Frauenbund beteiligt sich damit an der Aktion „proSt – pro Stillen“ von pro familia Niederbayern. „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass stillende Mütter leichter und zuverlässiger Plätze finden, an denen sie ihre Kinder versorgen können“, erklärte Stefanie Kauschinger, die stellvertretende Vorsitzende von pro familia Niederbayern. Aus diesem Grund wurden Cafés, Restaurants, Geschäfte, öffentliche Institutionen und Unternehmen aufgerufen, sich als „stillfreundliche Orte“ auszeichnen zu lassen. „Der Frauenbund hat sich als erster Bewerber bei uns gemeldet. Deshalb war für uns klar, dass wir den KDFB auch als erstes besuchen und auszeichnen“, so Thoralf Fricke, Leiter der pro familia-Beratungsstelle in Passau. Für den KDFB-Diözesanverband wiederum ist es eine Selbstverständlichkeit, sich für Mütter und ihre Kinder einzusetzen. „Stillen ist das Normalste auf der Welt und für Mama und Baby sehr gesund. Das wollen wir gerne fördern“, betonte Geschäftsführerin Kathrin Plechinger. „Gerade die zentrale Lage der KDFB-Geschäftsstelle kann für die Mütter sehr praktisch sein. Wir freuen uns schon jetzt auf viel Besuch!“, so Plechinger weiter.

Dass die Ausweisung stillfreundlicher Orte tatsächlich notwendig ist, bestätigte Sybille Holz, die gemeinsam mit ihrer fünf Monate alten Tochter Matilda als erste stillende Mutter die KDFB-Geschäftsstelle besucht hat. „Wenn man in der Stadt unterwegs ist und das Kind plötzlich Hunger bekommt, weiß man wirklich oft nicht, wo man hingehen soll“, so die 27-Jährige. Bislang habe es nur zwei Geschäfte gegeben, in denen das Stillen beziehungsweise Wickeln der Kleinen möglich war. „Auch in Cafés ist es oft schwierig, denn da wird natürlich erwartet, dass man etwas konsumiert – nach Möglichkeit auch etwas mehr“, so Holz. Dazu kommt noch, dass stillende Mütter in Cafés oder Restaurants oft mit dem Unverständnis ihrer Mitmenschen konfrontiert und schräg angeschaut werden. „Wir hören immer wieder von Müttern, dass sich andere Gäste gestört fühlen und sich über das Stillen beschweren“, berichtete Kauschinger von pro familia Niederbayern. Gerade für Frauen, die zum ersten Mal Mutter wurden, sei das verunsichernd. Die neuen Rückzugsorte schaffen nun Abhilfe. „Keinesfalls soll aber der Eindruck entstehen, dass sich stillende Frauen verstecken müssen – ganz im Gegenteil! Aber es sollte die Möglichkeit geben, dass die Mütter ihren Kindern in geschütztem Rahmen die Brust geben können“, betonte Fricke. Die Geschäftsstelle des Frauenbundes ist ein idealer stillfreundlicher Ort, zeigte sich Fricke überzeugt. Hier können sich die Mütter zurückziehen, die Küche und den Sanitärraum mitbenutzen und es gibt kostenlose Getränke.

Wichtig ist nun natürlich, dass die neuen stillfreundlichen Orte künftig auch für die Mütter sichtbar werden. Deshalb wurden dem KDFB neben dem offiziellen Zertifikat auch Aufkleber für die Außenwerbung überreicht.


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