24.05.2020, 11:06 Uhr

Epidemie in Deutschland Keine Corona-Infektionen im Landshuter Schlachthof

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Die Ergebnisse der Corona-Untersuchungen der Beschäftigten im Landshuter Schlachthof sind da. Es wurden keine Infektionen gefunden. Dafür wurde in einem kleineren Schlachtbetrieb ein Fall entdeckt. Dabei handelt es sich um die Mitarbeiterin des Fleischhygieneamtes,

Landshut. Bei den rund 400 Beschäftigten im Landshuter Schlachthof wurden keine Corona-Infektionen entdeckt. Das teilte das Landratsamt am Sonntagvormittag in einer Pressemitteilung mit.

„Nach der Testung von mehreren hundert Mitarbeitern eines Schlachtbetriebes in Landshut und des Fleischhygieneamtes am Mittwoch sind die Laborergebnisse angekommen: Keiner der Getesteten ist bislang nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert“, heißt es in der Pressemitteilung. Auch elf Personen, die bei der Reihentestung Mitte der Woche nicht vor Ort waren, hat das Gesundheitsamt mittlerweile getestet. Das Ergebnis dieser Tests steht noch aus.

Im Zuge der Reihentestung in einem weitaus kleineren Schlachtbetrieb im Raum Vilsbiburg wurde letztlich eine Infektion bei der Mitarbeiterin des Fleischhygieneamtes festgestellt, die etwa zweimal monatlich dort tätig ist. „Sie war ansonsten in keinem anderen Betrieb im Landkreis Landshut tätig“, so das Landratsamt.

Die Betroffene wohnt in einem Nachbarlandkreis – ihr Fall wurde an das zuständige Gesundheitsamt übergeben. Denn laut Infektionsschutzgesetz ist jeweils die Behörde zuständig, in dem der Betroffene seinen Erstwohnsitz gemeldet hat. Die infizierte Betriebsmitarbeiterin wohnt aber in einem privaten Haushalt, sie und drei Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz zeigten sich angesichts dieser negativen Testergebnisse erleichtert: „Auch wenn wir im Vorfeld bereits viele Vorbereitungen getroffen haben und alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um bei möglichen positiven Testergebnissen schnell reagieren zu können und die Betroffenen zu isolieren, sind wir froh, dass diese Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zum Tragen kommen müssen. Wir beobachten die Situation aber weiterhin genau, um im Bedarfsfall mögliche Infektionsherde umgehend eindämmen zu können“, heißt es in der Pressemitteilung. Denn weiterhin berge die räumlich enge Unterbringung vieler Menschen in einer Einrichtung die Gefahr, dass sich Krankheiten schnell ausbreiten könnten.


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