29.04.2020, 15:34 Uhr

Corona-Epidemie in der Region Zahl der Ansteckungen in Gemeinden bleibt stabil

 Foto: Landratsamt Landshut Foto: Landratsamt Landshut

In der Region Landshut bleibt die Zahl der Infektionen mit dem Corona-Virus konstant. Es gibt kaum noch ein Wachstum und wenn, dann nur noch moderat, wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung erklärt. Im einstigen „Hotspot“ Tiefenbach gab es innerhalb einer Woche nur einen neuen Fall.

Landshut. „Die Lage ist derzeit stabil“, sagt Landrat Peter Dreier. Er bittet aber auch darum, weiter Vorsicht walten zu lassen, vor allem in Anbetracht der Lockerungen, die seit Montag gelten. Eine Verschlechterung der Situation könne schnell eintreten, wenn sich die Leute nicht an die Beschränkung halten würden.

Gut 880 Corona-Fälle sind in der Region Landshut bisher festgestellt worden – eine genaue Analyse der Wohnorte der betroffenen Personen lässt sich eine regionale Verteilung der Infektionen nachvollziehen. So zeigt sich im Verlauf der vergangenen Tage (Auswertungszeitraum: 21. bis 27. April), dass die festgestellten Ansteckungen in allen Gemeinden stabil sind und – wenn überhaupt – lediglich ein moderates Wachstum zu verzeichnen ist.

Auch in Tiefenbach, wo vor allem zu Beginn des Infektionsgeschehens vergleichsweise viele Fälle festgestellt wurden, ist in genanntem Zeitraum eine Neuinfektion bekannt geworden. Weiter keine Corona-Fälle wurden in den Gemeinden Schalkham und Baierbach verzeichnet. In der Stadt Landshut sind dabei acht neue Infektionen festgestellt worden, bei knapp 74.000 Einwohnern.

Die infektiösen Patienten und ihre direkten Kontaktpersonen befinden sich stets mindestens zwei Wochen in häuslicher Quarantäne und stellen so keine unmittelbare weitere Infektionsgefahr für die weitere Bevölkerung dar. Das Landratsamt appelliert dennoch, die Maskenpflicht im Freistaates ernst zu nehmen und jetzt bei allen Einkäufen und nötigen Arztbesuche eine Stoffmaske zu tragen. Denn auch wenn diese Bedeckung von Mund und Nase nicht den Eigenschutz erhöht, so verhindert sie die Ausbreitung des Virus per Tröpfcheninfektion und schützt so das Umfeld.

Für die Statistik wird gemäß den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes der Erstwohnsitz der betroffenen Personen zu Grunde gelegt. Eine Ausnahme bilden aber die Tests, die von den Krankenhäusern genommen wurden; hier fließt zunächst der Standort in die Statistik ein, bevor sie dann ggf. dem Wohnort zugewiesen werden. Hierbei ist es durchaus möglich, dass der Indexfall auch einem anderen Gesundheitsamt zugewiesen wird, sollte der Patient aus einem anderen Landkreis stammen. Da die Datenbanken laufend bereinigt werden, sind einzelne Verschiebungen möglich.

In der Region Landshut wurden bisher 884 Corona-Infektionen festgestellt. Die Zahl der Kontaktpersonen liegt bei 2 525. Bisher sind 32 Infizierte, bei denen ein Zusammenhang mit COVID19 möglich ist, verstorben (Stand: 29.04.2020, 11.00 Uhr). Die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen bildet das gesamte Geschehen seit der KW11 ab, als der erste Corona-Fall in der Region nachgewiesen wurde. Zwischenzeitlich aus der häuslichen Quarantäne entlassene Personen (686 insgesamt) sind noch in der Summe enthalten.

Derzeit werden in den Krankenhäusern in der Region 42 Patienten betreut, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, hinzu kommen 10 auf den Intensivstationen (Stand: 29.04.2020, 10.00 Uhr).


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