24.04.2020, 12:08 Uhr

Maskenpflicht ab Montag Stadt Landshut verteilt 80.000 Schutzmasken


Ab Montag gilt im Bayern die Maskenpflicht. Viele fragen sich, woher sie einen solchen Mund-Nasenschutz herbekommen sollen. Zumindest in Landshut gibt es darauf eine Antwort: die Stadt verteilt an jeden Haushalt zwei Schutzmasken. Die Masken sind von der Firma Endor AG organisiert worden.

Landshut. Das teilte die Stadt Landshut am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Darin heißt es: „Damit möglichst alle Bürgerinnen und Bürger diese Neuregelung auch befolgen können, verschickt die Stadt Landshut ab heute jeweils zwei Mund-Nasen-Masken (MNM) an sämtliche rund 40.000 Haushalte im Stadtgebiet. Insgesamt wird die Post – nach eigenen Angaben voraussichtlich bis spätestens Mittwoch – in Landshut also mehr als 80.000 Masken verteilen.“

Die Mund-Nasen-Schutzmasken (MNM) können – solange keine andere Maske verfügbar ist – einige wenige Male wiederverwendet werden. Voraussetzung dafür ist, dass sie entweder unter heißem Wasserdampf gereinigt oder gründlich aufgebügelt werden. „Mehr als eine kurzfristige Notlösung kann und darf diese behelfsmäßige Wiederverwendung aber aus Sicherheitsgründen nicht sein“, betont Oberbürgermeister Alexander Putz. Für den regelmäßigen Gebrauch eignen sich solche MNM nämlich nicht. „Dafür bieten sich waschbare und deshalb beliebig oft wiederverwendbare Stoffmasken besser an. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger deswegen dringend, sich so schnell wie möglich solche Stoffmasken zu besorgen oder diese, wenn möglich, selbst zu nähen“, so der Rathauschef.

Der OB weiter: „Ohne diese Mithilfe und Eigeninitiative der Landshuterinnen und Landshuter wird es nicht gehen, denn unsere Bestände reichen nicht aus, um alle Bürger regelmäßig mit neuen MNM zu versorgen.“ Die derzeit laufende Versandaktion könne nicht wiederholt werden, stellt Putz klar: „Wir leisten jetzt sozusagen eine einmalige Starthilfe.“

Eine Anleitung zum Maskennähen ist auf der Rückseite eines vom Leiter des Amts für Marketing und Tourismus, Kurt Weinzierl, gestalteten Flugblatts zu finden, das allen Landshuter Haushalten zusammen mit den MNM per Postwurfsendung zugeht. Die Anleitung kann außerdem jederzeit im Internet unter der Adresse www.landshut-naeht.de eingesehen werden. Weil dennoch nicht alle Bürger in der Lage sind, sich eine Stoffmaske selbst zu nähen, bittet Putz geschickte Näherinnen und Näher weiter darum, so viele Masken wie möglich herzustellen und diese dann bei Bedarf Nachbarn, Bekannten und Freunden zur Verfügung zu stellen. „Natürlich sind wir nach wie vor auch sehr dankbar für Maskenspenden. Diese werden weiterhin gerne in der Livebox der Sparkassenarena entgegen genommen.“ Die gespendeten Stoffmasken verteilt die Stadt dann nach Verfügbarkeit und Dringlichkeit an soziale Einrichtungen, beispielsweise an die Landshuter Tafel und deren Kunden.

Die rund 80.000 Mund-Nasen-Masken, die nun an die Haushalte verschickt werden, wurden der Stadt übrigens von der Landshuter Firma „Endor AG“ gespendet. Das Unternehmen mit CEO Thomas Jackermeier an der Spitze hatte die Masken und deren Transport aus China organisiert und sich zusammen mit dem Team der Wirtschaftsförderung der Stadt Landshut um Wirtschaftsförderer Michael Luger um sämtliche Formalitäten gekümmert. Zum Versand verpackt wurden die MNM am Donnerstag bis tief in die Nacht hinein von freiwilligen Helfern, darunter zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks. Die Stadt muss daher nur für die Kosten der Postwurfsendung aufkommen, die sich auf rund 5.100 Euro belaufen.


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