18.04.2020, 10:11 Uhr

Dreier zur Lage im Landkreis „Zahl der Genesenen könnte heute erstmals höher liegen“

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Der Landrat des Landkreises Landshut, Peter Dreier (Freie Wähler), gibt sich angesichts der Corona-Krise vorsichtig optimistisch: „Heute könnte die Zahl der Genesenen die der Neuerkrankungen überschreiten“, sagte er am Samstagmorgen. Doch es gibt auch Probleme.

Landkreis Landshut. Am Freitag hatte der Landkreis in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass nur noch 55 Patienten mit einer Corona-Infektion in den Krankenhäusern der Region behandelt werden. Zum Vergleich: Am Dienstag, 14. April, waren es noch 109 Patienten. „Die Zahlen derjenigen Patienten, die stationär behandelt werden, gehen merklich zurück“, so der Landkreis-Chef. Das sei ein positives Zeichen und vor allem ein Hinweis darauf, dass die getroffenen Maßnahmen wie die massiven Kontaktbeschränkungen Wirkung zeigen würden.

Allerdings gibt es auch weniger gute Neuigkeiten. „Das Problem sind die Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen“, so Dreier. Diese Patienten müssten zum Teil sehr lange beatmet werden. Auch im Landkreis Landshut bestätigt sich damit das, was Mediziner in der ganzen Welt beobachten würden. Stand Freitagabend mussten auf den Intensivstationen 30 Menschen betreut werden. Am Dienstag waren es genauso viele Fälle. 25 Covid-19-Patienten, sind bislang möglicherweise im Zusammenhang mit der Infektion verstorben.

Auch die Versorgung mit Schutzausrüstung könnte besser funktionieren. Zwar deutet sich in der Region auch hier eine leichte Verbesserung der Lage an, allerdings nur, „weil wir uns selbst um die Beschaffung kümmern“, so der Landrat.


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