17.04.2020, 13:22 Uhr

Corona in der Region Landshut Verteilung der Fallzahlen bleibt konstant

 Foto: Landratsamt Landshut Foto: Landratsamt Landshut

Über 800 Corona-Fälle sind in der Region Landshut bisher festgestellt worden – eine genaue Analyse der Wohnorte lässt sich eine regionale Verteilung des Infektionsgeschehens nachvollziehen. Nur in Schalkham und Baierbach ist bisher kein positiver Corona-Fall festgestellt wurde.

Landshut. Da in der Statistik die Infektionen seit Beginn der Ausbreitung des Corona-Virus erfasst werden, bleiben bestimmte Schwerpunkte in einzelnen Gemeinden bestehen: So sind in Tiefenbach vergleichsweise viele Fälle registriert worden, auch in Rottenburg, Pfeffenhausen, Aham oder Niederaichbach wurden mehrere Infektionen festgestellt. Die Stadt Landshut verzeichnet etwas über 250 Fälle auf ihre rund 74.000 Einwohner. (Stand: 16. April 2020)

Diese Zahlen stellen stets eine Momentaufnahme dar und sind ständig im Wandel: Denn die Summe beinhaltet auch zahlreiche Fälle, die bereits genesen sind und die Quarantäne aufgehoben werden konnte. Denn schon knapp 400 Personen, bei denen das Corona-Virus festgestellt wurde, haben die Erkrankung schon überstanden.

In Ergoldsbach ist durch die Erkrankung mehrerer Bewohner in einer Asylunterkunft eine erhöhte Zahl an Infektionen ersichtlich, in Rottenburg schlägt statistisch eine größere Zahl an infizierten Patienten in der Schlossklinik Mitte März (die Quarantäne ist längst aufgehoben) zu Buche, in Pfeffenhausen ist vor allem die höhere Zahl an Infektionen im Seniorenzentrum zu beachten, die aber bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten. Die infektiösen Patienten und ihre direkten Kontaktpersonen befinden sich stets mindestens zwei Wochen in häuslicher Quarantäne und stellen so keine unmittelbare weitere Infektionsgefahr für die weitere Bevölkerung dar. Das Landratsamt appelliert dennoch, sich an das Maskengebot des Freistaates zu halten und bei allen Einkäufen und nötigen Arztbesuche eine Stoffmaske zu tragen. Denn auch wenn diese Bedeckung von Mund und Nase nicht den Eigenschutz erhöht, so verhindert sie die Ausbreitung des Virus per Tröpfcheninfektion und schützt so das Umfeld.

Für die Statistik wird grundsätzlich der Erstwohnsitz der betroffenen Personen zu Grunde gelegt. Eine Ausnahme bilden aber die Tests, die von den Krankenhäusern genommen wurden; hier fließt zunächst der Standort in die Statistik ein, bevor sie dann dem Wohnort zugewiesen werden. Dabei ist es durchaus möglich, dass der Indexfall auch einem anderen Gesundheitsamt zugewiesen wird, sollte der Patient aus einem anderen Landkreis stammen.

In der Region Landshut wurden bisher 821 Corona-Infektionen festgestellt. Die Zahl der Kontaktpersonen liegt bei 3 279. Bisher sind 25 Infizierte, bei denen ein Zusammenhang mit COVID19 möglich ist, verstorben (Stand: 17. April, 10 Uhr. Zwischenzeitlich Genesene und aus der häuslichen Quarantäne entlassene Personen (416 insgesamt) sind noch in der Summe enthalten.

Derzeit werden in den Krankenhäusern in der Region 55 Patienten betreut, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, hinzu kommen 30 auf den Intensivstationen.


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