22.03.2020, 13:14 Uhr

Firma stellt Produktion um Schutzmasken statt Sitzbezüge aus dem Kreis Landshut

Minister Hubert Aiwanger (4. v. li.) und Landrat Peter Dreier (li.) beim Besuch des Unternehmens aus dem Landkreis Landshut. Foto: PrivatMinister Hubert Aiwanger (4. v. li.) und Landrat Peter Dreier (li.) beim Besuch des Unternehmens aus dem Landkreis Landshut. Foto: Privat

Die Firma Zettl in Weng ist einer von vielen Zulieferern in der Autobranche. Und eigentlich müsste der Produktionsstopp auch ihn hart treffen. Doch die Produktion läuft derzeit auf Hochtouren. Statt Interieur und Sitzbezüge werden jetzt allerdings Schutzmasken für Bayern gefertigt.

Landkreis Landshut. Das Unternehmen hatte sich in der letzten Woche bei Landrat Peter Dreier gemeldet und Hilfe angeboten. Der Firmenchef hatte zuvor Berichte über den Besuch des Bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in einer oberbayerischen Textilfirma gesehen, die jetzt Schutzmasken herstellt. Dem Landrat schlug der Firmeninhaber vor, seine Produktion ebenfalls umzustellen. „Ich habe dann sofort den Kontakt zu Aiwanger hergestellt“, so Dreier. Der Wirtschaftsminister besuchte daraufhin sofort das Unternehmen in seinem Heimatlandkreis und war sich mit dem Firmenchef schnell einig. Aiwanger höchstpersönlich sorgte dafür, dass das für die Masken notwendige Vlies aus Franken nach Niederbayern geliefert wird.

„Ich habe die Kette organisiert von der Materialbeschaffung bis zur Qualitätszertifizierung“, so Aiwanger. Ministerielles Eingreifen war tatsächlich nötig. „Der Vlies-Hersteller hatte eigentlich Lieferverträge mit China“, erzählt Dreier. Aiwanger habe es aber möglich gemacht, dass die dringend notwendigen Masken jetzt doch im Landkreis Landshut hergestellt werden können.

Jetzt würden 5.000 Masken täglich, nächste Woche mehr als 10.000 Masken pro Tag hergestellt werden. In zwei bis drei Wochen würde es eine Massenproduktion von so genannter FFP 2- und FFP 3 -Masken geben. Sie werden an eine zentrale Verteilstelle nach München geliefert.

Das Unternehmen würde aus Sicherheitsgründen mittlerweile bewacht, so Dreier. Für deren Beschäftigten ist die Maskenproduktion übrigens ein Glücksfall. Sie hätten sonst in Kurzarbeit geschickt werden müssen.


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