16.05.2018, 07:46 Uhr

Plötzlich in Ungnade gefallen Vertrag des Klinikum-Managers wieder in Gefahr

Dunkle Wolken brauen sich über dem Geschäftsführer des Klinikums, Nicolas von Oppen (Mi.), zusammen. Foto: Schmid  (Foto: Schmid)Dunkle Wolken brauen sich über dem Geschäftsführer des Klinikums, Nicolas von Oppen (Mi.), zusammen. Foto: Schmid (Foto: Schmid)

Eigentlich hat der Stadtrat bereits sein Okay zur Vertragsverlängerung des Klinikum-Managers Nicolas von Oppen gegeben. Doch jetzt ist die Geschäftsführung des Landshuter Krankenhauses auf einmal wieder Thema im Plenum am Freitag. Der Aufsichtsrat soll sich in der letzten Woche überraschend doch gegen eine Weiterbeschäftigung von Oppens ausgesprochen haben.

LANDSHUT Die herbe öffentliche Kritik von Klinikum-Aufsichtsratmitglied Rudi Schnur auf einer Pressekonferenz der CSU war ein erstes Zeichen. Jetzt steht fest, dass sich dunkle Wolken über dem Klinikums-Manager Nicolas von Oppen zusammenbrauen. „Ich bin gegen diese Entscheidung. Das war mutlos und nicht zukunftsweisend“, haderte Schnur, nachdem von Oppens Vertrag am 23. März um weitere drei Jahre vom Stadtrat verlängert worden war. Jetzt sieht es so aus, als stünde die Vertragsverlängerung doch noch zur Disposition. Nach Wochenblatt-Informationen soll sich der Klinikum-Aufsichtsrat in einer Sitzung in der letzten Woche überraschend doch noch gegen eine Verlängerung ausgesprochen haben. Schon am kommenden Freitag steht das Thema deshalb wieder auf der nichtöffentlichen Tagesordnung des Plenums.

„Geschäftsführung Klinikum – Dringlichkeitsantrag von Stadtrat Herrn Rudolf Schnur, CSU-Fraktion vom 10.05.2018“, so lautet der Tagesordnungspunkt Nummer 12, in dem es wohl um nichts weniger als von Oppens Zukunft in Landshut geht. Ein dickes Ding. Denn der Stadtrat hatte sich eigentlich mehrheitlich hinter von Oppen positioniert und war damit einer Empfehlung des Klinikum-Aufsichtsrats gefolgt. Allerdings konnte man sich nur zu einer Verlängerung des Vertrages um weitere drei Jahre durchringen. Jetzt wackelt aber die Vertragsverlängerung wieder gewaltig. Begründet wird das mit „neuen Erkenntnissen“.

Gemeint ist damit eine eher undiplomatische Vorgehensweise des Geschäftsführers gegenüber dem Betreiber der Landkreis-Krankenhäuser Lakumed und anderen Krankenhäusern in der Region. Auch eine Umfrage bei den Mitarbeitern des Klinikums könnte von Oppen zum Verhängnis werden.

Was von Oppen vorgeworfen wird, lesen Sie in der Printausgabe oder ab 12 Uhr im Epaper.


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