02.10.2018, 15:55 Uhr

Kampagne gegen Glücksspielsucht Verspiel nicht Dein Leben!

(Foto: welcomia/123rf.com)(Foto: welcomia/123rf.com)

Knapp 100.000 Bayern haben Probleme mit Glücksspielsucht – Tendenz steigend. Eine Kampagne sensibilisiert Betroffene und Angehörige für das Problem und informiert über Hilfsangebote.

LANDKREIS KELHEIM Allein im Freistaat beläuft sich die Anzahl der Spielhallenstandorte auf 1.090 mit insgesamt 21.346 Geldspielgeräten. Die Landesstelle Glücksspielsucht (LSG) in Bayern hat an 22 Suchtberatungsstellen spezialisierte Fachstellen für die Beratung von Personen mit Glücksspielproblemen und ihre Angehörigen eingerichtet. Gemeinsam mit weiteren 43 von der LSG geförderten Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe bilden sie das „Kompetenznetzwerk Glücksspielsucht“. Auch die Fachambulanz für Suchtprobleme der Caritas Kelheim ist Mitglied des Kompetenznetzwerks Glückspielsucht.

Glückspielangebote sind weit verbreitet, wie der Geldspielautomat in der Imbissbude, Pokerspiele online oder Sportwetten. Der Reiz eines erwarteten Geldgewinns macht Glückspiele so spannend und interessant. Die meisten Menschen haben keine Probleme damit. Manche Menschen können aber mit dem Spielen nicht mehr aufhören. Es entwickelt sich ein unwiderstehlicher Drang, immer wieder zu spielen in der Hoffnung, zu gewinnen oder verlorenes Geld zurückzubekommen. Der Übergang vom Glückspielverhalten mit Spaßcharakter zum problematischen Glückspielverhalten und zur Abhängigkeit ist fließend. Glückspielsucht ist eine Krankheit und hat für die Betroffenen und die Angehörigen gravierende negative Folgen:

Glücksspielsucht bedeutet für Betroffene oft den Verlust nicht nur von viel Geld, sondern auch von sozialen Kontakten, Beruf und Familie. Was als angeblich harmloses Spiel am Spielautomaten, im Internet oder am Roulettetisch beginnt, kann leicht fatale Folgen haben. Denn wer süchtig nach dem Kick beim Spiel ist, läuft schnell Gefahr, die wichtigsten Bezugspunkte in seinem Leben zu verspielen.

Die Fachambulanz für Suchtprobleme in Kelheim bietet für alle Personen mit Suchtproblemen (Alkohol, Drogen, Essstörungen, Glücksspielsucht, Mediensucht, Medikamente und Nikotin) und deren Angehörige jeden Montag, 14:30 bis 16:30 Uhr, und Freitag, 10:30 bis 11:30 Uhr, eine offene Sprechstunde an. Hier ist ein persönliches Beratungsgespräch auch ohne Terminvereinbarung möglich. Unter der Telefonnummer 09441/ 50 07 42 erhalten Sie von Christine Gais, Sozialtherapeutin Sucht und Leiterin der Beratungsstelle, Auskunft.


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