24.07.2018, 14:02 Uhr

„Lucas“ rettet Leben Förderverein unterstützt die Goldberg-Klinik beim Erwerb eines mechanischen Reanimationsgerätes

(Foto: Goldberg-Klinik Kelheim)(Foto: Goldberg-Klinik Kelheim)

Im Rahmen einer Feierstunde übergab der Vorsitzende des Fördervereins der Goldberg-Klinik Kelheim e. V., Willi Dürr, dem Ärztlichen Direktor der Goldberg-Klinik, Dr. med. Norbert Kutz, eine Spende von 15.100 Euro zum Erwerb des Reanimationsgerätes „Lucas 3“. Ermöglicht wurde diese Zuwendung des Fördervereins an die Goldberg-Klinik durch eine äußerst großzügige Spende des regional bekannten Künstlers Gerhard Huber aus Ihrlerstein und, auf Initiative von Landrat und Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Neumeyer, eine Zuspende der Kreissparkasse Kelheim, vertreten durch den Vorsitzenden des Vorstandes Dieter Scholz.

KELHEIM Es handelt sich um den Verkaufserlös der Werke des Künstlers im Rahmen seiner Ausstellung in der Goldberg-Klinik vom 16. Dezember 2016 bis 30. Juni 2017. Darüber hinaus überließ er der Klink auch mehrere großformatige Werke als Dauerleihgaben, die nun im Krankenhaus einen besonderen Blickfang darstellen. „Lucas 3“ ist ein benutzerfreundliches, hochentwickeltes mechanisches Reanimationsgerät. Es soll Ersthelfer, Sanitäter, Ärzte und Krankenpflegekräfte dabei unterstützen, effektive und kontinuierliche Thoraxkompressionen bei Patienten mit Herzstillstand aufrechtzuerhalten. Im Rahmen von Wiederbelebungsmaßnahmen spielt die äußere Herzdruckmassage über Kompression des Brustkorbes die zentrale Rolle. So kann die Blutzufuhr zum Gehirn mit einem Notkreislauf aufrechterhalten werden. Umso effektiver dieser Kreislauf funktioniert, desto größer ist der Wiederbelebungserfolg auch bei Maßnahmen über längere Zeit.

Dr. med. Norbert Kutz erläutert: „Eine Herzdruckmassage ist für den Ersthelfer Schwerstarbeit. Den Brustkorb fünf Zentimeter tief 30 Mal drücken, danach zweimal beatmen und wieder 30 Mal drücken in einer Frequenz von 100 Stößen pro Minute, manchmal über eine Stunde lang. Das schafft niemand, der nicht gut trainiert ist.“ Hier kommt „Lucas“ als Lebensretter zum Einsatz. Das Gerät hält die Qualität der Herzdruckmassage dauerhaft aufrecht, während ein Mensch mit der Zeit erschöpft. Willi Dürr vom Förderverein freut sich über die gelungene Spendenaktion: „Der Rettungsdienst in Bayern wurde im letzten Jahr flächendeckend mit diesen Geräten ausgestattet. Wir schließen die noch bestehende Lücke in der Versorgungskette für unser Krankenhaus und können so nahtlos eine begonnene Behandlung weiterführen.“ Franz Kellner, Prokurist der Goldberg-Klinik: „In der Region Regensburg besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit, Patienten mit einer mobilen Herz-Lungen-Maschine zu versorgen und so auch eine lange Zeit bis zum Überwinden schwerster Erkrankungen von Herz und Lunge zu überbrücken. Mit dem Einsatz des „Lucas 3“ kann auch die Goldberg-Klinik in der Zeit bis zum Einbau einer Herz-Lungen-Maschine die Gehirndurchblutung effektiv aufrechterhalten. Wir möchten dem Förderverein, Gerhard Huber und der Kreissparkasse Kelheim herzlich für die Spende danken. Ohne ihr Engagement wäre die Anschaffung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich gewesen.“


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