20.04.2018, 08:55 Uhr

Individualität Fachtag der Regierung von Niederbayern zum Thema „Selbstbestimmtes Leben in stationären Einrichtungen“

Bernd Trost, Andreas Eichhorn, Michael Endres, Dr. Ariane Schroeder, Matthias Prehm, Theresia Sonnabend, Hermann Mayer, Rita Nerl, Christian Mayer, Josef Färber. (Foto: Regierung von Niederbayern)Bernd Trost, Andreas Eichhorn, Michael Endres, Dr. Ariane Schroeder, Matthias Prehm, Theresia Sonnabend, Hermann Mayer, Rita Nerl, Christian Mayer, Josef Färber. (Foto: Regierung von Niederbayern)

Selbstbestimmung und Individualität scheinen in unserer modernen Gesellschaft selbstverständlich. Doch wie gestalten sich diese Bedürfnisse eines Menschen, wenn er zunehmend abhängig wird von der Hilfe anderer, wenn er in einer stationären Einrichtung lebt?

NIEDERBAYERN Die Regierung von Niederbayern hat am Donnerstag, 19. April, mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und dem Caritas Wohn- und Pflegezentrum St. Gotthard zu diesem Thema den Fachtag „Pflege anders denken. Selbstbestimmtes Leben in stationären Einrichtungen“ in Hengersberg veranstaltet.

Mehr als 120 Pflegekräfte und pädagogische Fachkräfte konnten sich darüber informieren, wie die Selbstbestimmung der Bewohner in den Pflegealltag integriert werden kann. Denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in stationären Einrichtungen sind ständig gefordert, professionelle Entscheidungen zu treffen und abzuwägen zwischen fachlichen und ethischen Standards sowie den direkt oder indirekt geäußerten Wünschen der Betroffenen und der Angehörigen.

Besonders großen Anklang fand der Vortrag „(Es) Darf gelacht werden!? Humorvoll arbeiten und leben.“ von Matthias Prehm, der zeigte, wie Humor als wertvolle Ressource für den Pflege- und Betreuungsalltag entdeckt werden kann und die Pflegekräfte dadurch in Stresssituationen gelassener reagieren können.

Außerdem stellten Experten wie Dr. Ariane Schroeder und Bernd Trost erfolgreiche Ansätze aus der Praxis vor. Schroeder zeigte auf, wie der Spagat zwischen Autonomie des Bewohners und der Fürsorge der Pflegeverantwortlichen gelingen kann. Trost, Einrichtungsleiter des Franziska Schervier Heims in Frankfurt am Main, gewährte praktische Einblicke, wie es für die verschiedenen Berufsgruppen möglich ist, sich im Alltag konsequent an den Bedürfnissen der Bewohner zu orientieren.


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