17.04.2020, 10:31 Uhr

Weiter positive Entwicklung: Viele kleine Schritte nach vorne in der Corona-Krise

Aufgrund der positiven Entwicklung der Kurven wird das Hilfskrankenhaus am Fliegerhorst noch nicht benötigt.  F.: LandratsamtAufgrund der positiven Entwicklung der Kurven wird das Hilfskrankenhaus am Fliegerhorst noch nicht benötigt. F.: Landratsamt

Das Hilfskrankenhaus am Fliegerhorst wird glücklicherweise auch weiter nicht benötigt.

Landkreis Erding. Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding ist bis Donnerstag Nachmittag von zuvor 526 auf 533 Fälle gewachsen. Die Verdopplungsrate liegt damit aktuell bei etwa 19 Tagen. Genesen sind inzwischen 264 Personen. Die positive Entwicklung im Landkreis setzt sich damit weiter fort.

Im Klinikum Landkreis Erding liegen derzeit 19 Covid-19-Patienten (12/Isolierstation, 7/Intensiv-Isolierstation, 4 davon beatmet). Inzwischen wurden knapp 4.000 Corona-Tests an den drei Screeningstellen im Landkreis Erding durchgeführt.

Das Hilfskrankenhaus am Fliegerhorst steht zwar bereit, dessen Kapazitäten werden aber derzeit zur Freude aller noch nicht benötigt. Um im neben der medizinischen Versorgung auch Patienten und Personal ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können, sind nun alle Kinder im Landkreis aufgerufen, beim Verschönern der Einrichtung mitzuhelfen. Gefragt sind bunte Bilder und Zeichnungen, die die Atmosphäre etwas angenehmer machen. Beiträge sollen bitte bis zum 30. April an das Landratsamt, Ehrenamtskoordination, Alois-Schießl-Platz 8 in 85435 Erding geschickt werden.

Viele Freiwillige haben bereits geholfen, Behelfs-Mund-Nasen-Masken zu nähen. Landrat Martin Bayerstorfer bedankt sich ausdrücklich dafür: „Es ist großartig, mit welchem Engagement jeder Einzelne seinen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise hier im Landkreis leistet.“ Insgesamt 12.000 Stück werden erstellt, knapp die Hälfte ist bereits fertig. Verteilt wird unter anderem an BewohnerInnen von Altenheimen, Busfahrer, öffentliche Einrichtungen mit Kundenkontakt etc.

Aufgrund der frühzeitigen Bestellungen durch die AG Beschaffung der Führungsgruppe Katastrophenschutz FüGK sind aktuell alle notwendigen Materialien ausreichend vorhanden. Es sind beispielsweise mehrere zehntausend Masken verschiedener Schutzklassen vorrätig, so dass medizinische Einrichtungen bei Bedarf beliefert werden können. Auch die Brennerei in Oberding produziert weiter Alkohol, so dass über 3.000 Liter an Flächen- und Handdesinfektionsmittel zur Verfügung stehen. Einzige Ausnahme sind derzeit Infektschutzkittel, hier ist die Lieferung erschwert.