15.03.2020, 09:00 Uhr

Der Landrat bekräftigt: Landkreis Erding ist gerüstet für Corona

Zu der bereits eingerichteten Screeningstelle am Klinikum Landkreis Erding (hier beim Besuch des Landrats) geht ab Montag eine zweite am Gymnasium Dorfen in Betrieb. F.: LandratsamtZu der bereits eingerichteten Screeningstelle am Klinikum Landkreis Erding (hier beim Besuch des Landrats) geht ab Montag eine zweite am Gymnasium Dorfen in Betrieb. F.: Landratsamt

Bis zum Wochenende wurden 11 Fälle im Landkreis Corona-positiv bestätigt. Alle erforderlichen Maßnahmen werden getroffen.

Erding. Der Landkreis Erding sieht sich gut gewappnet in Bezug auf die Ausbreitung des Corona-Virus, weiter werden alle erforderlichen Maßnahmen getroffen. Landrat Martin Bayerstorfer sieht sich als Leiter des Landratsamts verpflichtet, entschlossen zu handeln: „Wir stehen in ständigem Kontakt mit Experten verschiedener Fachrichtungen und haben sofort damit begonnen, Maßnahmen zu prüfen und umzusetzen. Der Schutz der Bevölkerung, besonders von gefährdeten Personengruppen hat oberste Priorität. Uns ist bewusst, dass die Bürger Einschränkungen in Kauf nehmen müssen – aber es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir alle gemeinsam schultern müssen.“

Zu den bisher gemeldeten acht Fällen sind bis Freitag drei weitere hinzugekommen (eine bereits seit 9. März in häuslicher Quarantäne befindliche weibliche Person aus Taufkirchen, eine seit 11. März in häuslicher Quarantäne befindliche männliche Person aus Buch am Buchrain und eine Erkrankte aus dem Stadtbereich Erding). Dazu gibt es 90 Kontaktpersonen der Kategorie 1 und 61 Verdachtsfälle.

Zur zentralen Screeningstelle am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe wird wegen des hohen Patientenaufkommens ab Montag eine weitere Einrichtung am Gymnasium Dorfen in Betrieb gehen. Weiter gilt auch dort: Eine Testung erfolgt nur nach Übermittlung der Daten durch den Hausarzt oder den Ärztlichen Kreisverband unter Telefon 116 117 (insbesondere bei Fällen am Wochenende). Das Landratsamt ruft dringend auf, sich an diese Vorgaben zu halten, um Kapazitäten bei Abstrichen und in Laboren freizuhalten. Es gilt weiter: Wer in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet war, aber keine Symptome zeigt, bei dem wird ein Abstrich nicht empfohlen.

Das Klinikum Landkreis Erding ist weiter gut mit Schutzkleidung, Desinfektionsmitteln sowie Beatmungsgeräten versorgt und jederzeit einsatzfähig. „Im Klinikum sind bestens geschulte Mitarbeiter tätig, die die Notfall-Patienten versorgen“, so Landrat Bayerstorfer. „Die Isolierstation wurde ausgeweitet, aktuell wird eine zweite Notaufnahme für Infektpatienten eingerichtet, um die Patientenströme besser trennen zu können.“

Im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe entfällt, wie an allen Schulen in Bayern, ab Montag der Unterricht. Die Auszubildenden werden komplett in der Praxis sowie in der Screeningstelle eingesetzt. Das Bürgertelefon des Landkreises steht insbesondere für allgemeine Fragen zur Verfügung.