21.11.2018, 13:01 Uhr

Alkure Un-Abhängigkeitsfeier - weg vom Alkohol

(Foto: Mainkofen)(Foto: Mainkofen)

Rund 60 ehemalige Patienten trafen sich, teilweise in Begleitung ihrer Angehörigen, in der Rehabilitationsklinik Alkure in Mainkofen.

MAINKOFEN Manche konnten schon auf die Erfahrung mehrerer Jahre Abstinenz zurückblicken, andere hatten die Rehabilitation erst vor kurzem beendet. Viele nutzen die ambulanten Angebote der Klinik Mainkofen zur Nachsorge mit psychiatrischen, psychologischen oder sozialpädagogischen Einzelgesprächen bzw. abendlichen Gruppenterminen im vertrauten Kreis ehemaliger Mitpatienten.

Zum fünften Mal jährte sich bei strahlendem Sonnenschein und Feierlaune der Austausch zwischen Ehemaligen und therapeutischem Team.

In einem kurzen Vortrag ging Frau Dr. Ute Blau darauf ein, dass 1968, also erst vor 50 Jahren, Alkoholabhängigkeit als Krankheit durch das Bundessozialgericht anerkannt worden sei. Bis dahin hatte es weder ärztlich verordnete Rehabilitationen noch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gegeben. Mittlerweile bewillige die Deutsche Rentenversicherung rund 35.000 Entwöhnungsmaßnahmen pro Jahr. Das Durchschnittsalter liege bei 47 Jahren.

Die vorgeschlagenen Nachsorgemaßnahmen würden von knapp 20 Prozent angenommen, ebenso viele nutzten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, wie z.B. eine mögliche stufenweise Wiedereingliederung. In diesem Zusammenhang war auch die Umsetzung von Zielen nach der Rehabilitation ein Thema, das in die anschließenden Gesprächsrunden miteinfloss.


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