03.08.2018, 14:05 Uhr

Recherche Erst einmal Dr. Google fragen

(Foto: Stasique Photography/123rf.com)(Foto: Stasique Photography/123rf.com)

Mehrheit bereitet sich auf Arztbesuche vor: Dr. Google sowie Familie und Freunde wichtigste Medizin-Ratgeber.

DEGGENDORF Ob wegen Herzproblemen, Rückenschmerzen oder Schlafstörungen: 58 Prozent der Deutschen bereiten sich laut eigenem Bekunden auf den Besuch beim Haus- oder Facharzt vor. Das ergab eine forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Dabei machen sich Männer vorab weniger eingehend über ihre gesundheitlichen Beschwerden schlau als Frauen. Das gilt auch für die unter 30-Jährigen, bei denen die Vorab-Recherche eine geringere Rolle spielt als bei der Generation 50 plus.

Erste Anlaufstelle vor Arztbesuchen und damit Ratgeber Nummer 1 bei medizinischen Fragen ist für 38 Prozent der Befragten Dr. Google, sprich das Internet. 37 Prozent und damit nahezu ebenso viele informieren sich bei Familie, Freunden und Bekannten über Krankheitsbilder, um sich für einen Arztbesuch fit zu machen. Social Media-Kanäle wie Facebook werden vor anstehenden Arztterminen dagegen nur von sehr wenigen genutzt (drei Prozent).

„Wer sich auf einen Arzttermin vorbereitet, kann seinem Arzt auf Augenhöhe begegnen ‒ eine wichtige Voraussetzung für ein gutes, vertrauensvolles Gespräch“, sagt Robert Deindl vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Deggendorf. Machen sie sich daher vorab Stichworte zu ihren Beschwerden, bisherigen Erkrankungen sowie zu Medikamenten, die sie aktuell einnehmen. Und notieren sie sich Fragen zu Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten oder auch deren Risiken. So können Sie Ihrem Arzt in Kürze hilfreiche Informationen an die Hand geben, und wer ein gewisses medizinisches Wissen hat, versteht Erläuterungen seines Arztes besser.

Noch ein Tipp: Wer im Internet medizinische Informationen sucht, sollte sich auf seriöse, professionelle Seiten beschränken und nicht durch subjektive Foren-Beiträge klicken. Letztere können verunsichern. „Bei anhaltenden Krankheitssymptomen ist aber in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen“, appelliert Deindl.

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hatte vom 22. bis 24. Mai 2018 im Auftrag der KKH 1.001 Personen zwischen 18 und 70 Jahren repräsentativ befragt.


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