14.06.2018, 14:56 Uhr

Exkursion THD-Studenten besichtigen Bezirksklinikum

Wolfgang Anetsberger, Leiter Informatikabteilung (Mitte), Frau Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl, Oberarzt Dr. Walter Wiesmayer. (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen)Wolfgang Anetsberger, Leiter Informatikabteilung (Mitte), Frau Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl, Oberarzt Dr. Walter Wiesmayer. (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen)

Studenten der Gesundheitsinformatik der Technischen Hochschule Deggendorf besuchten gemeinsam mit Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl am Donnerstag, 7. Juni, das Neurologische Zentrum und Informatikabteilung des Bezirksklinikums Mainkofen. Die Exkursion fand im Rahmen der Vorlesung Medizinische Grundlagen statt.

DEGGENDORF Begrüßt wurde die Gruppe durch den Oberarzt des Neurologischen Zentrums Dr. Walter Wiesmayer, der den Studenten zunächst einen Überblick über die Funktionsdiagnostik der Neurologie gab. Die Studenten wurden über die verschiedenen neurologischen Erkrankungen und deren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten informiert. Außerdem erläuterte Dr. Wiesmayer die einzelnen diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur ambulanten und stationären Behandlung neurologischer Krankheitsbilder.

Anschließend begab man sich in verschiedene Behandlungsräume der Neurologie, in denen weitere Oberärzte den Studenten die Funktionsweisen der einzelnen Diagnostik-Geräte erläuterten und die computerbasierte Auswertung der erhaltenen Daten näherbrachten.

Wolfgang Anetsberger, der Leiter der Informatikabteilung, ermöglichte einen Einblick in die Rechenzentren. Anetsberger veranschaulichte die vielfältigen digitalen Verknüpfungen des Bezirksklinikums und brachte den Studenten die besonderen Herausforderungen der Datenverarbeitung in einem Krankenhaus unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben näher. Im Gegensatz zu Datensystemen der Industrie komme der Vertraulichkeit digitaler Patientendaten und deren Langzeitaufbewahrung ein besonderer Stellenwert zu. Durch die Begehung eines der Rechenzentren des Bezirksklinikums wurde den Studenten die Komplexität des Netzwerksystems veranschaulicht: Zwei Knotenpunkte, sogenannte Cluster, arbeiten mit insgesamt acht Maschinen, um 120 virtuelle Server zu betreiben, die die anfallenden Daten aus Patientendokumentation, Diagnostik, Radiologie etc. verarbeiten. Wartungsarbeiten an den Serversystemen werden dadurch erschwert, dass nicht wie in einem Industriebetrieb ein Server nachts abgeschaltet werden kann. In einem Krankenhaus müssen Systeme 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr möglichst störungsfrei verfügbar sein.


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