19.04.2018, 13:19 Uhr

Geburten Weniger Babys in Bayern per Kaiserschnitt geboren

(Foto: Inara Prusakova/123rf.com)(Foto: Inara Prusakova/123rf.com)

Die bundesweite Kaiserschnittquote ist dagegen nahezu unverändert.

DEGGENDORF Im vergangenen Jahr wurden in Bayern weniger Babys per Kaiserschnitt geboren als im Jahr zuvor. Das belegen die Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach ist der Anteil der Kaiserschnittentbindungen bei der KKH in Bayern von 33,1 auf 33,0 Prozent leicht gesunken. Bundesweit hat sich der Anteil der Kaiserschnittentbindungen bei der KKH leicht erhöht: von 31,2 Prozent im Jahr 2016 auf 31,6 Prozent in 2017 (plus 1,0 Prozent). Im Jahr 2013 lag der Anteil allerdings noch bei 32,4 Prozent. „Ärzte, Hebammen und Schwangere sind für die Problematik inzwischen sensibilisiert. Dennoch liegt die Rate weiterhin auf hohem Niveau“, sagt Robert Deindl vom Serviceteam der KKH in Deggendorf.

Grundsätzlich ist die Kaiserschnittrate in den neuen Bundesländern traditionell niedriger als in den alten Bundesländern. So kommt der Osten Deutschlands auf eine Quote von 27,5 Prozent im Vergleich zu 32,5 Prozent in den westlichen Bundesländern. Die wenigsten Kaiserschnitte wurden 2017 in Thüringen durchgeführt (22,9 Prozent). Den höchsten Wert erreichte dagegen das Saarland mit 35,6 Prozent.

„Diese regionalen Unterschiede sind allein durch medizinische Faktoren nicht zu erklären“, stellt Deindl fest. Offenbar spielten hier andere Gründe wie zum Beispiel das örtliche Versorgungsangebot und die jeweilige Versorgungspraxis eine wichtige Rolle.


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