18.04.2018, 12:56 Uhr

Einfach schlapp Frühjahrsmüdigkeit – Was wirklich hilft!

(Foto: jawwa/123RF)(Foto: jawwa/123RF)

Wie man den Kampf gegen Antriebslosigkeit und Schlafprobleme im Frühjahr gewinnt.

DEGGENDORF Der Frühling naht mit Sonnenkraft: Endlich ein erstes kühles Eis in der Sonne schlecken, im Lieblingscafé den Cappuccino wieder draußen trinken oder mit dem Fahrrad eine Tour durch Wald und Wiesen fahren – in diesen Tagen kommt bei vielen Deutschen ein echtes Frühlingsgefühl auf. Doch obwohl die nach dem Winter lang ersehnten Sonnenstrahlen unser Gemüt erhellen, fühlen sich viele Deutsche gerade in diesen Tagen abgeschlagen und müde. Die Frühjahrsmüdigkeit – ein Luxusproblem oder eine biologische Tatsache? Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2017 ist mehr als jede dritte Frau (39 Prozent) betroffen, bei den Männern sind es lediglich 22 Prozent, die sich schlapp fühlen.

Der durch die Wintermonate im Körper aufgezehrte Vitamin D-Speicher, der Überschuss des Schlafhormons Melatonin im Verhältnis zum Glückshormon Serotonin oder ein durch den Temperaturwechsel verursachter sinkender Blutdruck: „Was auch immer dahinter steckt, wer sich in diesen Tagen antrieblos fühlt und morgens schwer aus dem Bett kommt, sollte einfach zu ein paar einfachen Gegenmitteln greifen“, sagt Robert Deindl vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Deggendorf.

Ab nach draußen und viel bewegen: Um möglichst viel Tageslicht zu tanken und die Hormonumstellung zu beschleunigen, sollte man häufiger einen ausgedehnten Spaziergang in der Mittagspause absolvieren oder einfach den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad antreten. Fällt Tageslicht auf die Netzhaut des Auges, schüttet die Hirnanhangsdrüse den Wachmacher Serotonin an. Etwa 2.500 Lux Lichtstärke sind nötig für den Frühlingskick. Ein heller Apriltag leuchtet mit 10.000 Lux, deswegen die Sonnenbrille wegen des Netzhaut-Effekts zu Hause lassen.

Auf die Ernährung achten: Viel frisches Obst und Gemüse essen und ausreichendes Trinken helfen von innen, den Organismus anzukurbeln. Ein eiweißreiches Frühstück mit Quark, Hüttenkäse oder Joghurt, Vollkornbrot und Müsli sind ideale Starter für einen munteren Tag. Gerade im Frühjahr machen farbenprächtige vitaminreiche Obst- und Gemüsesorten Lust auf gesunde Ernährung.

Saunagänge machen munter: Die Temperaturwechsel zwischen heiß und kalt können nirgendwo anders besser trainiert werden als bei einem ausgiebigen Saunagang. Anfänger sollten allerdings ihren Körper nicht überfordern und die Saunazeiten langsam steigern.

Früh ins Bett gehen: Gegen Müdigkeit hilft vor allem eins – ausreichend schlafen. Deshalb rechtzeitig die Segel streichen, damit man fit und munter aus den Federn kommt, wenn der Wecker morgens klingelt.


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