08.12.2017, 15:58 Uhr

Ärztefortbildung Wie können Schmerzen besser behandelt werden?

Foto (v.l.): Chefarzt Dr. Axel Menzebach vom Donauisar Klinikum, Christian Zelle von der Firma Grünenthal, Oberärztin Dr. Rosemarie Seider vom Donauisar Klinikum, Hildegard Kopicer und Armin Lieb von der Firma Grünenthal. (Foto: Donauisar Klinikum)Foto (v.l.): Chefarzt Dr. Axel Menzebach vom Donauisar Klinikum, Christian Zelle von der Firma Grünenthal, Oberärztin Dr. Rosemarie Seider vom Donauisar Klinikum, Hildegard Kopicer und Armin Lieb von der Firma Grünenthal. (Foto: Donauisar Klinikum)

Experten diskutieren über Schmerzmedizin

DEGGENDORF Das Thema „Schmerzbehandlung“ gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nicht nur die Fachgesellschaften setzen sich damit auseinander, auch Krankenhäuser arbeiten stetig daran, die Qualität der Behandlung akuter Schmerzen für Patienten weiter zu verbessern. Über aktuelle Entwicklungen haben Fachexperten beim Ärztesymposium des Zentrums für Schmerzmedizin am Donausar Klinikum Landau im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Dingolfing gesprochen.

Das Institut für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Donausar Klinikum arbeitet in allen drei Häusern nach den gleichen modernen Standards in der Schmerztherapie. Stets auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sollen die Patienten von den leitliniengerechten und neuen Verfahren profitieren. Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung wurden seitens der Klinikärzte und Pharmaunternehmen ein neues, innovatives System für die Verabreichung von Medikamenten vorgestellt. Das Besondere daran: die Abgabe von Medikamenten erfolgt nicht-invasiv, also ohne Nadelstich, bedarfsorientiert und individuell steuerbar durch den Patienten selbst.

Denn werden Schmerzen etwa nach einer Operation nicht ausreichend behandelt, besteht nach dem Eingriff die Gefahr einer Chronifizierung. Eine gute Schmerztherapie sei hier von entscheidender Bedeutung, wie sich das Schmerzgeschehen weiter entwickle, so Chefarzt Dr. Axel Menzebach, M.A.. Deshalb solle die postoperative Schmerztherapie individuell erfolgen und optimalerweise, wenn möglich, den Patienten aktiv einbeziehen. Dadurch steigere sich die Patientenzufriedenheit in erheblichem Maß, die Schmerzintensität werde zudem verringert. Voraussetzung für die Anwendung des neuartigen Systems sei jedoch, dass das Personal umfassend geschult und der Patient gut angewiesen sei. Da hier ein aktives Zutun des Patienten erforderlich sei, könne dieses System z.B. nicht bei Demenzpatienten angewendet werden.


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