05.12.2017, 12:04 Uhr

Alkoholvergiftung Zahl der Komasäufer in Bayern geht zurück

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Jugendliche Komasäufer in Bayern: Niedrigster Stand seit neun Jahren.

BAYERN In Bayern ist die Zahl jugendlicher Komasäufer auf den niedrigsten Stand seit neun Jahren gesunken. Im Jahr 2016 kamen nach bislang unveröffentlichten Zahlen* des Bayerischen Landesamtes für Statistik 4392 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Im Vergleich zu 2015 sank die Zahl der Betroffenen um 2,5 Prozent. Gesundheitsministerin Melanie Huml und die DAK-Gesundheit setzen ihre Bemühungen in der Alkoholprävention konsequent fort.

Im vergangenen Jahr wurden in Bayern 2651 Jungen und 1741 Mädchen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik behandelt. Die Zahl der männlichen Betroffenen sank im Vergleich zum Vorjahr um 60 (minus 2,2 Prozent), bei Mädchen und jungen Frauen gab es einen Rückgang um 52 (minus 2,9 Prozent). Noch weniger Rauschtrinker als im Jahr 2016 gab es zuletzt im Jahr 2007, als insgesamt 4310 junge Menschen stationär behandelt wurden – davon 2679 Jungen und 1631 Mädchen. Bis zum Jahr 2011 stieg die Zahl der Betroffenen kontinuierlich an. Seit dem war sie rückläufig.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont: „Ich freue mich, dass die Zahl der Jugendlichen mit einer Alkoholvergiftung im letzten Jahr erneut gesunken ist. Dieser Trend spornt uns an, unsere erfolgreiche Präventionsarbeit fortzuführen. Die Kampagne ‚bunt statt blau‘ ist ein wertvoller Baustein unserer Maßnahmen. Unser gemeinsames Ziel ist es, den jungen Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu vermitteln. Auch die Präventionsprojekte ‚Hart am Limit - HaLT in Bayern‘ und ‚Diskofieber‘ des bayerischen Gesundheitsministeriums gehören dazu. Insgesamt wendet der Freistaat jedes Jahr rund eine halbe Million Euro für Präventionsmaßnahmen gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen auf.“

„Trotz des erfreulichen Trends bleibt für uns die Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger unverzichtbar“, sagt Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Bayern. „Deshalb setzen wir im Freistaat auch 2018 die erfolgreiche Aufklärungskampagne ‚bunt statt blau‘ fort.“

Beim Wettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. In Bayern steht die mehrfach ausgezeichnete Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Melanie Huml. An ihr nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 87.000 junge Künstler teil. Weitere Informationen gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.

* aus bayerischen Krankenhäusern entlassene vollstationäre 10- bis unter 20-jährige Patienten mit Wohnort Bayern


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