24.11.2017, 13:04 Uhr

Bezirksklinikum Mainkofen auf dem Weg zum digitalen Klinikum

Alexander Haimerl und Martina Lösl haben eine Weiterbildung zum Digital Health Manager absolviert. (Foto: Windorfer/Bezirksklinikum)Alexander Haimerl und Martina Lösl haben eine Weiterbildung zum Digital Health Manager absolviert. (Foto: Windorfer/Bezirksklinikum)

Der zunehmenden Digitalisierung will sich auch das Bezirksklinikum Mainkofen nicht verschließen, im Gegenteil.

DEGGENDORF Um zukunftsorientiert aufgestellt zu sein, hat das Bezirksklinikum Mainkofen zwei Mitarbeitern die Weiterbildung zum Digital Health Manager (IHK) ermöglicht. Martina Lösl, Assistentin des Krankenhausdirektors und Alexander Haimerl, stellvertretender Leiter des Patientenservice, haben die Prüfung zum Digital-Health-Manager erfolgreich in Ingolstadt abgelegt.

Während der Ausbildung befassten sie sich mit Möglichkeiten von digitalen Anwendungen, deren Analyse und Bewertung und Umsetzung in die Praxis. Ihre Aufgaben bestehen insbesondere darin, Projekte, die digitalisierte Anwendungen erforderlich machen, zu begleiten, digitale Anwendungen zu bewerten und für die Behandlung im Klinikum sowie im ambulanten Behandlungsbereich voranzutreiben. Verwirklicht werden in diesem Zusammenhang Projekte wie Teleambulanz, Telehintergrunddienst, Telekonsil mit Kooperationskliniken, digitale Patientenakte, Tele-Portal-Klinik und dergleichen.

Dies wird für die Mitarbeiter im Klinikum unter anderem sichtbar bei der aktuellen Anwendung eines Blutzuckermessgerätes, das die gemessenen Daten sofort in die elektronische Patientenakte überträgt, Laborwerte direkt den jeweiligen Patienten zuordnet, darüber hinaus den Namen des Untersuchenden sowie Qualitätsprotokolle, die die Sicherheit und Kalibrierung der medizinischen Geräte dokumentieren.

Patienten profitieren ebenso von digitalen Möglichkeiten. So kann beispielsweise bei einer Teleambulanz per Videokontakt ein Experte des Klinikums mit dem Patienten kommunizieren, ohne dass er lange Anfahrtswege oder Wartezeiten in Kauf nehmen muss.

Mit dem Telehintergrunddienst oder dem Telekonsil mit Kooperationskliniken verbessert sich die Versorgungsqualität für die Patienten. So kann sich ein Facharzt für Neurologie oder Psychiatrie und Psychotherapie innerhalb kürzester Zeit mit Kollegen austauschen, um auf diese Weise - von Ort und Zeit losgebunden - eine Diagnostik oder Behandlungsberatung zu unterstützen.

Damit diese Techniken sicher funktionieren, erfüllt die IT-Abteilung einen wichtigen Part: sie ermöglicht nicht nur das Arbeiten mit digitalen Formularen, sondern sorgt auch dafür, dass die Kommunikationswege zwischen den verschiedenen Partnern den hohen aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Für die Verschlüsselung der Daten müssen beidseitig einheitliche und geprüfte Sicherheitstechniken verwendet werden und jeder angebundene Kooperationspartner und Leistungserbringer mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet sein.

Durch diese Technik kommen digitale Kooperationsbeziehungen zustande, die über Vernetzung zu einer bestmöglichen Versorgung von Patienten beitragen.


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