06.11.2018, 11:39 Uhr

Gemeinsam stark Kreisklinik Trostberg jetzt Mitglied im Deutschen Schilddrüsen-Zentrum

(Foto: Ralf Reuter)(Foto: Ralf Reuter)

Gerade so groß wie ein Schmetterling, leistet die Schilddrüse enorm viel, sie steuert zum Beispiel fast alle Körperfunktionen. Erkrankt das kleine Hochleistungsorgan, braucht es für Untersuchung und Behandlung oft Ärzte unterschiedlicher Disziplinen. Werden deren Fachkompetenzen in einem Zentrum gebündelt, profitieren davon die Patienten. Daher ist die Kreisklinik Trostberg Mitglied des Deutschen Schilddrüsenzentrums geworden.

TROSTBERG Die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Joachim Deuble genießt bei Patienten und einweisenden Ärzten schon lange einen besonders guten Ruf bei der operativen Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse.

Das Deutsche Schilddrüsen-Zentrum in Köln wurde 2006 von Prof. Udo Zieren initiiert. Der renommierte und engagierte Chirurg hatte erkannt, dass für den Erfolg einer chirurgischen Therapie der Schilddrüse neben dem Können des Operateurs auch ganz stark Diagnose, Vorbereitung und Nachsorge von Bedeutung sind. Deswegen gründete er zusammen mit Kollegen anderer Fachrichtungen das Deutsche Schilddrüsen-Zentrum. Es führte die auch an den Kliniken Südostbayern mit Chirurg Dr. Joachim Deuble in Trostberg eng zusammenarbeitenden Kerndisziplinen bei Schilddrüsenerkrankungen Nuklearmedizin – Jürgen Diener, Klinikum Traunstein - und Endokrinologie – Prof. Thomas Glück, Trostberg - und andere Spezialisten und Kooperationspartner zusammen. Dr. Deuble, Ärztlicher Direktor der Kreisklinik Trostberg, und sein Team setzen auf „Erfolg durch Information“. Die Fachleute rund um die Schilddrüse bieten in ihrem Internetauftritt unter www.schilddruesenzentrum-trostberg.de für Patienten, ihre Hausärzte und Spezialisten eine Fülle wertvoller Informationen über die Schilddrüse, ihre Erkrankungen und deren Behandlung.

Zum Credo des Deutsche Schilddrüsen-Zentrums und seiner Überzeugung vom Nutzen einer umfassenden Behandlung, Kompetenz und Spezialisierung gehörte bald auch die bundesweite Vernetzung und Förderung lokaler Schilddrüsen-Zentren. In Anbetracht der Tatsache, dass jeder dritte Erwachsene in Deutschland Veränderungen an der Schilddrüse hat – oft, ohne es zu wissen – und in Deutschland jährlich an die 100.000 Schilddrüsenoperationen durchgeführt werden, profitieren die Mitglieder des Deutschen Schilddrüsen-Zentrums und damit auch ihre Patienten von Austauschmöglichkeiten und aktueller Weiterbildung im Netzwerk. „Unser Auftrag ist, Schilddrüsenoperationen sicher und auf exzellentem Niveau anbieten zu können“, sagt Dr. Deuble. Die Menschen in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein könnten so auf eine heimatnahe Versorgung in Sachen Schilddrüsenerkrankungen setzen und müssten dafür keine Fahrten in größere Städte unternehmen.

Dr. Joachim Deuble, der seine Doktorarbeit in der Endokrinologie, was so viel heißt wie Lehre von den Hormonen, geschrieben hat, ist seitdem „nicht mehr von der Schilddrüse losgekommen.“ Der 54-Jährige hat sich hier durch sein intensives Wirken eine große Expertise um das lebenswichtige Hormone produzierende, rund zwanzig Gramm leichte Organ erworben. Um die in unmittelbarer Nähe der Schilddrüse verlaufenden Stimmbandnerven bei Eingriffen zu schützen, arbeiten er und sein erfahrenes Team übrigens nur mit dem Einsatz hochmoderner, leistungsfähiger Lupenbrillen und des Neuromonitorings. Diese akustische und optische Darstellung der Stimmbandnerven ermöglicht eine permanente Kontrolle und garantiert eine jederzeit mögliche Überprüfung von Funktion und Unversehrtheit der Stimmbandnerven. „Als qualitätssichernde Maßnahme“, so Dr. Deuble, „werden die Ergebnisse unserer Operationen zentral im Deutschen Schilddrüsenzentrum erfasst und ausgewertet.“ Damit werde neben der Transparenz der Ergebnisse auch die Qualität verbessert.


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