23.03.2020, 11:38 Uhr

Arberlandkliniken Drei Corona-Patienten werden stationär behandelt

Der neue Aufwachraum wird nun als zweite Intensivstation etabliert. Foto: ArberlandklinikenDer neue Aufwachraum wird nun als zweite Intensivstation etabliert. Foto: Arberlandkliniken

Aktuelle Maßnahmen im Umgang mit der Corona-Pandemie im Landkreis Regen.

Landkreis Regen. Am Samstag, 21. März, wurde der erste Fall mit positiv-getesteter Coronavirus-Infektion (SARS CoV-2) unter der Mitarbeiterschaft der Arberlandkliniken bestätigt. Es handelt sich um eine Mitarbeiterin der Verwaltung der Arberlandklinik Viechtach. Alle Kontaktpersonen der Kategorie I wurden bereits ermittelt und informiert. Kontaktpersonen der Kategorie I sind diejenigen, die längeren und direkten Kontakt mit Infizierten hatten. Alle Betroffenen erhalten schon am Montag einen Abstrich zur Überprüfung, ob auch sie sich angesteckt haben. Alle sind bis zum Vorliegen eines Ergebnisses unter Quarantäne gestellt. Das Vorgehen wurde eng mit dem Gesundheitsamt Regen abgestimmt.

Vorbereitung auf die Krise

Als positive Nachricht kann verzeichnet werden, dass die Intensiv-Behandlungskapazitäten in der Arberlandklinik Viechtach mit der Abnahme neuer Räumlichkeiten verdoppelt wurden. Im Rahmen der aktuellen Baumaßnahmen sollte ein neuer Aufwachraum entstehen. Dieser wird nun als zweite Intensivstation etabliert, so dass hier zusätzliche (Beatmungs-)Kapazitäten zur Verfügung stehen. Hierbei ist auch ausdrücklich auf die sehr gute Unterstützung durch die regionalen Handwerksbetriebe hinzuweisen, ohne diese das schnelle Handeln nicht möglich gewesen wäre.

Im Rahmen der Umsetzung des sogenannten Stufenkonzeptes (nach einem Leitfaden der Robert-Koch-Instituts) im Landkreis Regen wurde die Arberlandklinik Viechtach als COVID-19-Klinik benannt. Diese ist vorrangig für Patienten gedacht, die einer stationären Einweisung bedürfen und gegebenenfalls schon an Atemnot leiden. Die Arberlandklinik Zwiesel hält außerdem eine Isolierstation für Verdachtsfälle vor. Außerdem ist die Arberlandklinik Zwiesel für reguläre Grund-, Regel- und Notfallversorgung außerhalb von COVID-19 Patienten zuständig. Zusätzlich dazu wurden zentrale Abstrichstationen, sogenannte Fieberambulanzen, im Landkreis eingerichtet. Eine ist vor der Arberlandklinik Viechtach etabliert (Zeltbetrieb). Die zweite befindet sich in den Räumlichkeiten des MVZ Arberland direkt an der Arberlandklinik Zwiesel (Arberlandstraße 5) und wird auch vom Personal des MVZ Arberland betrieben.

Die Etablierung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landkreis Regen und dem Gesundheitsamt.

Des Weiteren möchten die Arberlandkliniken auf folgende Maßnahmen hinweisen:

Generelles Besuchsverbot in den Arberlandkliniken

Zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter gilt seit Samstag, 21. März, ein generelles Besuchsverbot in den beiden Häusern der Arberlandkliniken.

Wenige Ausnahmen gelten für (werdende) Väter und palliativmedizinische Patienten.

Die Ausnahmefälle sind vorab mit den behandelnden Ärzten telefonisch abzustimmen.

Über die Informationen unserer Häuser haben Angehörige die Möglichkeit persönliche Gegenstände oder Wechselkleidung für die Patienten abzugeben.

Zum Schutz der Mitarbeiter wird seit Freitag, 20. März, von 7 bis 19 Uhr in Viechtach und Zwiesel ein Sicherheitsdienst eingesetzt.

Aufgrund der geänderten Besucherbedingungen sind Telefonate und die Internetnutzung in den Arberlandkliniken seit 18. März kostenfrei. Ein Pfand für die Telefonkarten ist an der Information zu hinterlegen.

Die Arberlandkliniken bitten um Verständnis für die drastischen Maßnahmen. Aufgrund der aktuellen Infektionslage sehen wir uns zu diesen Maßnahmen gezwungen.

Ambulante Patienten und elektive Operationen

Elektiv-stationäre und nicht unmittelbar notwendige Eingriffe wurden bereits seit Mittwoch, 18. März, abgesagt. Jeder betroffene Patient wird hierzu telefonisch informiert.

Die ambulanten Sprechstunden, bei denen es sich um keine Notfälle handelt, wurden bereits ab Mittwoch, 18. März, abgesagt. Jeder betroffene Patient wird hierzu telefonisch informiert.

Auch die Sprechstunden im MVZ Arberland finden ab Dienstag, 17, März, im Notfallbetrieb statt. Eine telefonische Abstimmung über die Zentrale unter 09921 960-967-0 ist im Vorfeld zwingend notwendig.

Umgang mit Schwangeren und Geburten

Geburten und Kaiserschnitte finden wie gewohnt statt.

Das Team der Geburtshilfe – Ärzte, Hebammen, Kinderkrankenschwestern,… - ist symptomfrei und arbeitet wie gewohnt.

Werdende Väter dürfen in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten ihre Frauen weiterhin in den Kreissaal begleiten, sollten dann aber die Klinik während der Geburt nicht mehr verlassen und sich nicht frei in der Klinik bewegen.

Termine zur Geburtsvorstellung können Sie weiterhin telefonisch vereinbaren. Sie werden dann telefonisch kontaktiert und alles Weitere wird direkt mit Ihnen besprochen.

Alles Weitere sollte mit den diensthabenden Gynäkologen und Hebammen besprochen werden.

Schwangere, die in Quarantäne sind oder Kontakt zu einer COVID-19-Infizierten Person hatten, sollten, bevor Sie in die Klinik fahren, den diensthabenden Gynäkologen kontaktieren (09922 99-0).

Die Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere finden im MVZ Arberland Regen weiterhin statt. Eine telefonische Abstimmung über die Zentrale unter 09921 960-967-0 ist im Vorfeld zwingend notwendig.


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