11.11.2020, 13:37 Uhr

COVID-Patientenversorgung Umdenken der Strategie am InnKlinikum erforderlich

Häuser werden bei der Versorgung der COVID-Patienten wegen der aktuellen Entwicklung künftig anders aufgestellt

Altötting/Mühldorf. Das InnKlinikum beteiligt sich aktuell mit seinen Standorten Burghausen, Altötting und Mühldorf an der Versorgung von COVID-Patienten entsprechend des gültigen Pandemieplanes und der dazugehörigen Re-Entry-Strategie. In Altötting erfolgt aktuell die Versorgung von COVID-Patienten aus den Bereichen der Pädiatrie und Geburtshilfe, in Mühldorf die Versorgung des gesamten Spektrums bis auf die zuvor genannten und in Burghausen aktuell die Versorgung nicht intensivpflichtiger COVID-Patienten.

Aufgrund der aktuellen dramatischen Entwicklung des Infektionsgeschehens in der Region, in Bayern sowie im gesamten Bundesgebiet wurde das Abweichen von der bislang festgelegten Vorgehensweise erforderlich. So kann das InnKlinikum den geforderten Kriterien der gültigen Allgemeinverfügung unter Berücksichtigung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) entsprechen. Diese Schritte sind erforderlich, um den Anforderungen hinsichtlich der Patientensicherheit sowie der Einhaltung der Hygienevorgaben des RKI zu entsprechen.

Um den exponentiellen Anstieg stationärer und intensivpflichtiger Patienten bewältigen zu können muss diesmal die Verteilung von COVID-Patienten im InnKlinikum auf die Standorte Altötting, Mühldorf und bedarfsweise Burghausen erfolgen. Anders als im Frühjahr 2020 können aktuell Intensivpatienten nur in geringem Umfang überregional in andere Kliniken verlegt werden, da auch dort die Intensivkapazitäten sehr stark beansprucht sind. Dies zeigt sich sowohl bei den Rückmeldungen an das IVENA System (hier werden die Intensivkapazitäten bayernweit angezeigt), als auch bei den Prognosen durch das Reporting System des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Deshalb werden COVID-Patienten potenziell an allen Standorten des InnKlinikum mit Ausnahme von Haag versorgt.

Die weiteren Stationsverteilungen und Nutzungen werden über den Bedarf geregelt, entsprechende Ressourcen werden durch Reduzierung des elektiven Programms (Untersuchungen, Interventionen, Operationen) geschaffen.

Weiterhin gilt, dass die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter an erster Stelle steht.

Stufen der geänderten Versorgung

Die Kapazität der Beatmungsplätze für COVID-Patienten bleibt am InnKlinikum unverändert mit 16 bestehen, davon 8 Beatmungen in Mühldorf, 6 bis 8 Beatmungen in Altötting und/oder 1 (+2) Beatmungen in Burghausen (das bedeutet, dass 1 Intensivbett mit Schleuse für COVID-Patienten zur Verfügung steht, wenn keine interne Abverlegungsmöglichkeit besteht, sowie 2 weitere Intensivbetten für non-COVID-Patienten).

- Vorerst Abverlegung von stabilen jedoch noch stationär behandlungspflichtigen COVID-positiven- und Verdachtspatienten vom Standort Mühldorf an den Standort Burghausen

- Vorbereitung des COVID-Infektionsbereichs der Zentralen Notaufnahme in Mühldorf mit Triagefunktion für das gesamte InnKlinikum

- Vorbereitung des COVID-Intensivbereichs in Altötting

- Reduktion des elektiven Programms um vorerst 50% um Kapazitäten für die Versorgung von COVID-Patienten zu schaffen

Diese und weitere Maßnahmen werden dem Infektionsgeschehen sowie dem Patientenaufkommen angepasst.


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