15.05.2020, 08:41 Uhr

Wegen Corona vhs Freising vor Insolvenz

Oliver Dorn ist derzeit nicht zum Lachen: Er musste alle Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Ausgang ungewiss.  Foto: ArchivOliver Dorn ist derzeit nicht zum Lachen: Er musste alle Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Ausgang ungewiss. Foto: Archiv

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen auch den Landkreis Freising hart. Selbst die vhs steht vor der Insolvenz.

Landkreis Freising. „Am Dienstagabend hat man im vhs-Vorstand beschlossen, die Reißleine zu ziehen: Nachdem im Mai bereits vier der 14 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt worden waren, werden im Juni auch die restlichen zehn Mitarbeiter auf Kurzarbeit gesetzt – Geschäftsführer Oliver Dorn inklusive, wie er berichtete. Nur so sei es der Vhs Freising möglich, vorerst eine Insolvenz zu vermeiden,“ heißt es im Freisinger Tagblatt/Münchner Merkur.

Der Geschäftsführer der vhs konnte nicht sagen, ob und wann es wieder geregelt weiter geht.

„Nur noch für die Gehälter im Juni hätten die Rücklagen gereicht, wenn man nicht gegengesteuert hätte“ wird er zitiert.

Die Verantwortlichen im bayerischen Kulturministerium haben sich bis dato nicht geäußert. Die rund 200000 Volkshochschulen in Bayern haben seit Beginn der Corona-Krise 30 Millionen Euro verloren.

Die vhs Freising und Moosburg ist ein Verein, der das Personal aus der eigenen Vereinskasse zahlen muss. In anderen Orten sind vhs-Mitarbeiter direkt bei der Gemeinde angestellt.


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