13.05.2020, 10:09 Uhr

Airport München Jetzt Ultrafeinstaub am Flughafen messen

Der Landtagsabgeordnete Benno Zierer (Freie Wähler) unterstützt die Bemühungen des Bürgervereins Freising.  Foto: ArchivDer Landtagsabgeordnete Benno Zierer (Freie Wähler) unterstützt die Bemühungen des Bürgervereins Freising. Foto: Archiv

Wird die Ultrafeinstaubbelastung jetzt im Lockdown gemessen, kann man die wichtigen „Nullwerte“ ermitteln.

Freising. Durch die Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Krise starten und landen am Flughafen München derzeit lediglich rund 400 Flugzeuge pro Woche – das entspricht nur circa fünf Prozent des normalen Flugaufkommens. Entsprechend geringer ist auch die Schadstoffbelastung in der Luft, unter anderem mit Ultrafeinstaub. Der Landtagsabgeordnete Benno Zierer (Freie Wähler) unterstützt die Bemühungen des Bürgervereins Freising, in dieser außergewöhnlichen Situation Messungen der UFP-Belastung durchzuführen. „Dadurch, dass der Flugverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, ergibt sich die unerwartete Gelegenheit, zu Messwerten zu kommen, die quasi Nullwerte darstellen“, erklärt Zierer. Das lasse einen guten Vergleich mit UFP-Konzentrationen bei wieder ansteigendem Flugverkehr zu.“

Mit einem Antrag an den Kreistag, der in der konstituierenden Sitzung diese Woche behandelt werden soll, will Zierer erreichen, dass sich der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Stadt Freising und der Schutzgemeinschaft der Sache annimmt. „Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel, geeignete Geräte auszuleihen, um Messungen über einen längeren Zeitraum an verschiedenen Stellen durchzuführen“, schlägt Zierer vor. Diese könnten die Messungen des Bürgervereins ergänzen.

Der FW-Abgeordnete hat sich bei Umweltminister Thorsten Glauber dafür eingesetzt, dass die geplante Errichtung der beiden amtlichen Messstationen auf Freisinger Stadtgebiet und in Hallbergmoos beschleunigt wird. Diese ist im Laufe des Jahres vorgesehen, Wissenschaftler der Universität Bayreuth arbeiten bereits an dem Messprojekt. „Um die Messstellen einzurichten, braucht es eine gewisse Vorbereitungszeit“, sagt Zierer. „Deshalb sollten wir nach Alternativen suchen, um möglichst schnell zu Messergebnissen zu kommen – der Landkreis kann dazu seinen Beitrag leisten.“


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