11.05.2020, 10:26 Uhr

Bund hilft 350.000 Euro für Sanierung des Prielhofs

Die Benediktiner aus Scheyern können sich über eine Bundesförderung in Höhe von bis zu 350.000 Euro freuen.  Foto: Büro IrlstorferDie Benediktiner aus Scheyern können sich über eine Bundesförderung in Höhe von bis zu 350.000 Euro freuen. Foto: Büro Irlstorfer

Der Prielhof strahlt auch heute noch einen fast schon idyllischen Charme aus — und kann nun erhalten werden.

Scheyern. Gerne wird der barocke Gutshof als Fotomotiv verwendet und zieht auch die zahlreichen Besucher der Kulturveranstaltung „Kunst im Gut“ Jahr für Jahr in seinen Bann.

Neben seiner kulturellen Bedeutung ist der Prielhof aber auch bundesweit einer der letzten noch erhaltenen Klosterhöfe seiner Zeit. „Allein diese Tatsache ist für uns Ansporn ihn für kommende Generationen zu erhalten“, erklärt Pater Lukas, Cellerar des Klosters Scheyern. Über viele Jahre hat man sich innerhalb der Klostergemeinschaft Gedanken gemacht und verschiedenste Nutzungskonzepte überlegt.

Ursprünglich war der Prielhof das landwirtschaftliche Zentrum des Klosters und das soll er in Zukunft auch wieder stärker werden. Im Zuge der Umstellung auf ökologischen Landbau, der Haltung eigener Milchziegen mit einer kleinen Hofkäserei, ist nun angedacht einen Teil des einsturzgefährdeten Nordflügels zu sanieren und so die Stallungen wieder nutzbar zu machen. „Es bleibt Landwirtschaft, was früher schon Landwirtschaft war“, fügt Pater Lukas an.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei der Sanierung dieses Bereichs um ein Großprojekt, dessen Kosten sich auf rund drei Millionen Euro belaufen. „Das Kloster Scheyern hat eine Bedeutung, die weit über den Landkreis Pfaffenhofen hinausreicht. Aus diesem Grund freut es mich, dass in Abstimmung mit Karl Straub, MdL, und dem Denkmalschutz ein Konzept gefunden wurde, um den Klosterhof langfristig zu erhalten“, so Erich Irlstorfer, MdB, der sich dafür eingesetzt hat, dass dieses Projekt auch durch den Bund unterstützt wird. Am Ende können sich die Benediktiner aus Scheyern über eine Bundesförderung in Höhe von bis zu 350.000 Euro freuen.


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