26.03.2020, 20:38 Uhr

Corona im Landkreis Starkes Miteinander aber Zahl der Infizierten steigt

Landrat Josef Hauner und Klinikum-Chef Dr. Markus Neumaier betrachten die Situation genau. Es besteht jedenfalls keine „Betten-Not“.  Foto: Archiv/mxLandrat Josef Hauner und Klinikum-Chef Dr. Markus Neumaier betrachten die Situation genau. Es besteht jedenfalls keine „Betten-Not“. Foto: Archiv/mx

Die Zahl der Menschen im Landkreis Freising, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt weiter. Es wird aber auch viel getan in den Ämtern und um Klinikum.

Ortsmarke. Am 26. März, 13 Uhr, waren es 326 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, davon sind 64 inzwischen wieder genesen. Sieben Todesfälle hat es im Zusammenhang mit Corona bisher gegeben. Die in ganz Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen scheinen bereits Auswirkungen auf die Arbeit des Gesundheitsamts zu haben. „Die Neuinfizierten melden im Schnitt deutlich weniger Kontaktpersonen“, sagte Leiterin Christine Setzepfandt im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag im Landratsamt. Landrat Josef Hauner bedankte sich bei allen Organisationen, die mithelfen, um die Krise einzudämmen: „Es ist ein starkes Miteinander. Wir arbeiten alle intensiv daran, diese schwierige Situation zu bewältigen.“

46 Personen sind derzeit im Klinikum Freising untergebracht, davon 22 bestätigte COVID-19-Fälle und 24 Verdachtsfälle. Elf Patientinnen und Patienten liegen auf der Intensivstation, neun davon werden beatmet. Zwei Betroffene konnten zwischenzeitlich von der Intensivstation zurück in die „normale“ Isolierstation verlegt werden. „Wir haben weiterhin eine stabile Lage“, sagte der Ärztliche Direktor PD Dr. Markus Neumaier. 90 Betten stehen aktuell auf der Isolierstation zur Verfügung. Und das Klinikum könne um weitere 90 erweitern, so Neumaier. „Es herrscht überhaupt keine Bettennot“, trat der Ärztliche Direktor anderslautenden Meldungen aus dem Landkreis Erding entgegen.

„Das Klinikum hat schon sehr viel getan. Für den Fall, dass die Bettenkapazitäten dennoch nicht reichen, hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz in Zusammenarbeit mit dem Klinikum, dem Gesundheitsamt und den Hilfsorganisationen ein Konzept erarbeitet, um Patienten mit geringem Therapieaufwand verlegen zu können“, kündigte Landrat Hauner an. „Wir denken dabei aber nicht daran, Turnhallen zu belegen, sondern eher an Hotels. Die Voraussetzungen dort seien viel besser – im Hinblick auf Hygiene, Einzelzimmer, Betreuung und Essensversorgung.

Um das Gesundheitsamt weiter zu entlasten, wird die Kapazität der Teststelle am Landkreisbauhof erweitert. Ab Freitag, 27. März, werden dort montags bis samstags von 9 bis 14 Uhr Patienten auf das Coronavirus getestet, die nach Beratung durch einen niedergelassenen Arzt zum Abstrich geschickt werden. Der jeweilige Arzt wird einen Überweisungsschein senden, um die Patienten zu legitimieren.


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