16.03.2020, 07:41 Uhr

Stichwahl bei der Landratswahl Beim vierten Mal ist ein zweiter Anlauf notwendig

Spielt die Corona-Krise Amtsinhaber Martin Bayerstorfer in der zweiten Wahlrunde in die Karten? F.: weSpielt die Corona-Krise Amtsinhaber Martin Bayerstorfer in der zweiten Wahlrunde in die Karten? F.: we

Hans Schreiner (SPD) zwingt Landrat Martin Bayerstofer (CSU) in die Stichwahl

Landkreis. Zum vierten Mal kandidiert Martin Bayerstorfer für das Amt des Landrats, doch konnte er sich am Wahlsonntag gegen den gemeinsamen Bewerber von Freien Wählern, SPD und Grünen Hans Schreiner erstmals nicht durchsetzen.

Über mehrere Stunden gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kandidaten, wobei Bayerstorfer zu guter Letzt bei 48,9, Schreiner bei 45,5 Prozent landete. Das Ergebnis von AfD-Kandidat Rainer Forster (5,6 Prozent) spielte keine ausschlaggebende Rolle.

Bayerstorfer selbst sieht das Ergebnis zum einen im allgemeinen landesweiten Negativtrend der CSU begründet, zum anderen sei im Landkreis die Drei-Parteien-Koalition um Gegenkandidat Schreiner dazugekommen. Die Stichwahl sei deshalb eine logische Konsequenz.

Hans Schreiner ist seinerseits höchst zufrieden, die Stichwahl erreicht zu haben: „Ein großer Erfolg!“ Für die Stichwahl will sich Schreiner noch nicht zu einer Prognose äußern, doch meint er, dass die aktuelle Corona-Situation Martin Bayerstorfer eher zugute kommen könnte.

Gerade für viele Briefwähler hatte die Krisenlage bei ihrer Stimmabgabe noch nicht mit einbezogen werden können.

Für Martin Bayerstorfer haben 33.846 Wähler gestimmt, Hans Schreiner erhielt 31.494 Stimmen. AfD-Kandidat Forster musste sich mit 3.837 Voten begnügen. − we –