16.03.2020, 07:05 Uhr

Stichwahl in zwei Wochen: Maximilian Gotz muss sich stellen

Maximilian Gotz muss sich in zwei Wochen der Stichwahl gegen FW-Kandidatin Petra Bauernfeind stellen.  F.: arMaximilian Gotz muss sich in zwei Wochen der Stichwahl gegen FW-Kandidatin Petra Bauernfeind stellen. F.: ar

Petra Bauernfeind (FW) erreicht die Stichwahl gegen Maximilian Gotz (CSU).

Erding. Eine Bürgermeisterwahl wie ein Donnerhall: Erdings Oberbürgermeister Maximilian Gotz (CSU), der das Amt seit zwölf Jahren inne hat, blieb mit 48,9 Prozent der gültigen Stimmen unter der für eine Direktwahl nötigen 50-Prozent-Marke. Gegenkandidatin Petra Bauernfeind (FW) erreichte mit 22,3 Prozent Rang 2. Damit kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl. Vor sechs Jahren hatte Maximilian Gotz noch 14 Prozent mehr Stimmenanteile errungen.

Insgesamt waren vier Kandidaten um den OB-Sessel gegangen. Thomas Schmidbauer (Erding Jetzt) erhielt im ersten Anlauf als OB-Kandidat respektable 19,1 Prozent, Alexander Gutwill (SPD) kam auf 9,7 Prozent der Wählerstimmen.

Der Rathaus-Tunnel – das schlagende Argument?

Maximilian Gotz zeigte sich sichtlich enttäuscht. Die Tunnel-Entscheidung, die zwar mit großer Mehrheit im Stadtrat zustande gekommen war, sah er als Ursache für das eher ernüchternde Ergebnis an, das bereits während des Wahlkampfs zu befürchten gewesen war.

Die 50-jährige FW-Gegenkandidatin Petra Bauernfeind hatte nicht an eine Stichwahl geglaubt. Doch auch sie denkt, dass die Causa Rathaus-Tunnel das Abstimmungsergebnis wohl maßgeblich beeinflusst haben kann. Auch Alexander Gutwill schließt sich dahingehend an. Der 42-Jährige freute sich sowohl über das eigene gute Ergebnis als Neuling sowie über die bevorstehende Stichwahl. Eine Wahlempfehlung will er jedoch nicht geben.

Die Wahlbeteiligung in Erding lag am Sonntag trotz der Corona-Krise mit gut 55 Prozent deutlich höher als vor sechs Jahren (49,8Prozent). − we –