04.04.2017, 09:53 Uhr

Gastkommentar der Woche

Frühling im Eilzugstempo

Wenn die Natur weiter so vorwärts stürmt, haben wir spätestens im August Weihnachten. Aber ich will mich nicht beklagen. Die Sonnentage sind einfach zu schön. Die Tulpen blühen im Garten prächtiger als in der Vase, die Veilchen und Schlüsselblumen sind schon fast verblüht. Und ich habe den ersten Spargel gegessen. Auch bei uns werden ja immer mehr Felder beheizt, weshalb sich die Saison immer weiter ausdehnt. Fehlt nur noch, dass die Spargelflächen ab Juni gekühlt werden. Wer jetzt über den ökologischen Unsinn einer Fußbodenheizung für den Spargel schimpfen will, muss sich erst mal informieren: Die pfiffigen Bauern nutzen überwiegend Abwärme benachbarter Industrieanlagen, wie von der Plattlinger Papierfabrik. Das ist also Wärme, die sonst verpuffen würde. Aber heuer hätte es die Unterstützung aus der Leitung wahrscheinlich gar nicht gebraucht.

Das perfekte Spargelrezept

Ich halte ja nicht von den vielen Kochsendungen im Fernsehen. Aber manchmal bekommt man doch brauchbare Tipps. Die Orangenfilets von Alfons Schuhbeck gehören dazu, und unbedingt das Spargelkochrezept, das (war es der Nürnberger Starkoch Alexander Herrmann?) ich da gehört habe. Es ist so einfach und gelingt immer: Spargel wie gewohnt im gewürzten Wasser kalt aufsetzen. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen – und ausschalten. Nach 20 Minuten sind die Stangerl perfekt gegart. Sie biegen sich leicht über der Gabel, sind noch knackig. Wer freilich mit einem Induktionsherd kocht, sollte das Gemüse ca. eineinhalb Minuten köcheln lassen, denn da gibt's ja keine Restwärme, die nachgaren würde. Probieren Sie es einfach mal aus, Sie werden begeistert sein.

Geschäftsleute unterstützen

Nach dem erfrischend strengen Winter sind wir alle sonnenhungrig und können gar nicht genug bekommen von den warmen Strahlen. Beim verkaufsoffenen Sonntag waren alle Plätze in den Freiluft-Cafés und Biergärten überfüllt. Bessere Bedingungen für einen verkaufsoffenen Sonntag hätte auch der Marketing-Verein nicht erfinden können. Sind Sie schon Mitglied? Ich habe zwar nix zu verkaufen, aber ich bin aus Patriotismus dazu gegangen, um den Gedanken moralisch zu unterstützen: Geht's den Geschäftsleuten in Deggendorf gut, geht's uns allen gut. Das ist mir 50 Euro im Jahr wert. Und alle, die zu Recht immer schimpfen und kritisieren, weil Läden sogar in der Innenstadt leer stehen, die sollten sich gleich ein Anmeldeformular besorgen und die Leute unterstützen, die versuchen, durch Aktionen das Bummeln in der Innenstadt noch attraktiver zu machen. Ideen gibt es genug, man muss sie nur finanzieren können. Inzwischen haben wir sogar eine hauptamtliche „Kümmerin“, die für das richtige Geschäftsklima in Deggendorf sorgen soll.

Der Fleck ist weg

Ich habe einen neuen Küchenboden. Schaut aus wie Schiefer, besteht aber aus Vinyl und wirkt sehr elegant. Ich bin also begeistert. Nur neulich, da habe ich zu meinem Schreck einen hellen Fleck auf dem dunkelgrauen Fußboden entdeckt. Wischlappen her! Der Fleck muss weg!! Aber nix hat geholfen, das war kein oberflächlicher Fleck. Was war schuld? Vielleicht zu scharfes Reinigungsmittel? Ich wollte schon den Fußbodenverleger anrufen und fragen, ob's da Warnhinweise gegeben hat und ob er die verfärbte Platte austauschen kann. Wie ich mich da so über den Fleck beuge, verschwindet er. Richte ich mich auf, ist er wieder da. Ha! Es war die Sonne, ein Schattenspiel! Ich habe einfach die Vorhänge vorgezogen – und da war wieder alles in Ordnung.


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