17.12.2020, 09:06 Uhr

Film und Fernsehen Lina Maria Spieth startet als Schauspielerin richtig durch


Lina Maria Spieth aus Hunderdorf arbeitet eifrig an ihrem Lebenstraum – trotz Corona stand sie nach dem Lockdown im Frühjahr vor der Kamera – zu sehen ist sie am Mittwoch, 23. Dezember, in der Serie „Hubert ohne Staller“. Am Freitag, 11. Dezember, konnte man die 29-Jährige bereits in der ARD-Produktion „Der Alte und die Nervensäge“ sehen.

Hunderdorf. Die Schauspielerin Lina Maria Spieth aus Hunderdorf im Landkreis Straubing-Bogen wusste schon von klein auf, dass ihr Leben mit der Schauspielerei verbunden ist. Als sie dann den Weg in eine Schauspielschule ging, war der ein oder andere skeptisch, doch Spieth ließ sich nicht beirren. Von 2014 bis 2018 besuchte sie die Schauspielschule „Der Keller“ in Köln. Berlin wäre noch zur Wahl gestanden, doch ihr Bauchgefühl, schildert Spieth, habe sie nach Köln gehen lassen – „und das war genau richtig“.

Besetzt wird Spieth oft für komödiantische Rollen – „das liegt wohl an den Einflüssen des bayerischen Kabaretts“, lacht Spieth. Selbst spielt sie gerne Rollen, die die Abgründe und inneren Konflikte eines Menschen aufzeigen. Und von der Tragödie sei der Weg zur Komödie ja oft auch nicht weit. Ihr bairischer Dialekt hilft dabei für manche Rollen. „Mir war aber auch wichtig, sauberes Hochdeutsch sprechen zu können“, sagt Spieth. Wenn das für eine Rolle verlangt wird, kann sie ihren Dialekt auch ablegen.

Erste Rollen hatte die heute 29-Jährige schon während der Ausbildung. Sie spielte zum Beispiel in Köln am Theater „Der Keller“ und am Comedia-Theater, ebenfalls in Köln. Seit 2019 steht die Niederbayerin auch für Fernsehrollen vor der Kamera. Um an solche Rollen zu kommen, „muss man manchmal einfach sagen, was man will“, schildert die lebenslustige junge Frau. So erging es ihr zum Beispiel bei der Rolle in „Hubert ohne Staller“: Beim Filmfest in München beteiligte sie sich an einem Wettbewerb, bei dem ein Video zum Thema „Glück“ produziert werden sollte. Lina Maria Spieth schilderte in ihrem Video, in welch unglücklicher Lage sie doch sei, dass die Filmbranche in Bayern sie ignoriere – auch für „Hubert ohne Staller“ sei sie noch nicht angefragt worden. Dieses Video landete dann schließlich auf dem Schreibtisch der Besetzerin von „Hubert ohne Staller“ – und Spieth bekam ihr ersehntes Rollenangebot. Offenheit siegt, könnte man sagen.

Der Dreh selbst war dann „aufregend und toll“, schildert Spieth. Unter Corona-Sicherheitsmaßnahmen wurde gedreht – Spieth ist noch heute begeistert vom Team der Serie. Ihre Rolle – die Rezeptionistin Nadine Berger – wird zunächst befragt, weil ein Verdächtiger im Hotel abgestiegen ist, „und dann mischt sie sich etwas mehr in den Fall ein, als der Polizei lieb ist“, schildert Spieth. Mehr wird an der Stelle noch nicht verraten – die Folge läuft am 23. Dezember um 18.50 Uhr in der ARD und trägt den Titel „Eine persönliche Angelegenheit“!

Kürzlich konnte man Spieth in der Rolle einer Braut im Film „Der Alte und die Nervensäge“ sehen. Da stand sie mit dem bekannten Schauspieler Jürgen Prochnow und dem Kinderstar Marinus Hohmann vor der Kamera. Im Vorfeld musste sie einen Tanz, den „Kolo“, lernen, was einfach aussah, aber am Ende doch etwas schwieriger war. Doch Spieth nahm auch diese Herausforderung an.

Im kommenden Jahr hat dann der Film „Trübe Wolken“ Kinopremiere – beim Dreh traf sie Devid Striesow wieder. Vor sieben Jahren war sie Komparsin in einem Film mit Striesow, der in Passau gedreht worden ist. So schließen sich Kreise ...

Für die Zukunft hat Spieth große Pläne – eine Rolle in der Serie „Oktoberfest 1900“ oder eine Zusammenarbeit mit Marcus H. Rosenmüller, das würde der jungen Schauspielerin gefallen. Wir dürfen also noch einiges erwarten von der Hunderdorferin!


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