25.07.2020, 08:17 Uhr

Videoprojekt Die Straubingerinnen und Straubinger vermissen ihr „Trumm vom Paradies“


Je näher der 7. August rückt, umso sentimentaler werden die Straubingerinnen und Straubinger – denn: 2020 wird es wegen der Corona-Pandemie kein Gäubodenvolksfest geben. Kein Getümmel auf dem Festplatz am Hagen, kein knuspriges Hendl, kein kühles Bier – und die Fahrt im Riesenrad muss auch ausfallen. So ganz aber müssen die eingefleischten Volksfestgänger nicht auf die besondere Stimmung verzichten.

Straubing. Die Straubingerin Kathrin Resch arbeitet als Model und Moderatorin. Eigentlich hätte sie 2020 zusammen mit einer Videoagentur hinter die Kulissen des Gäubodenfestes blicken wollen – das aber fällt nun flach, denn es gibt 2020 kein Volksfest in Straubing. „Worüber also berichten, wenn alles ausfällt?“, fragte sich Resch. Gemeinsam mit Peter Schlegel, Matthias Eichinger, Daniel Moosburger und Adrian Fröhlich von der Videoagentur tap media GmbH entstand die Idee, eine Dokumentation über das Straubinger Volksfest zu drehen. Viel Zeit blieb nicht, der Film sollte zum eigentlichen Start des Volksfestes am 7. August fertig sein.

Die redaktionelle Arbeit fand im Mai statt – im Juni wurden Interviews geführt. Insgesamt 21 Interviewpartner erzählen von ihren Erlebnissen auf dem Gäubodenfest. Darunter sind der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr, der Wirtesprecher Martin Lechner und Kabarettist Hannes Ringlstetter. So konnten „Emotionen, Meinungen, Nöte und Gedanken“ eingefangen werden, so die Initiatoren des Projektes. Die Gedanken sind dabei „positiv und negativ, optimistisch und pessimistisch“. Die Interviewpartner blicken zurück in die Geschichte des Gäubodenfestes und wagen einen Ausblick in die Zukunft. Denn: 2021 soll es wieder ein Volksfest in Straubing geben, zumindest der Termin steht schon fest: Vom 13. bis zum 23. August 2021 soll sich das Riesenrad wieder drehen. Bis dahin dauert es aber noch – und die Straubingerinnen und Straubinger sehnen sich nach ihrem „Trumm vom Paradies“.

„Da blutet einem das Herz“, sagt Kathrin Resch selbst zur Absage des Volksfestes 2020, „da hängt viel dran“, sagt sie. Eben auch hinter den Kulissen – und das wäre ja die Idee gewesen, das einmal näher vorzustellen. Nun aber kommen 21 spannende Interviewpartner zu Wort, die ihre ganz eigenen Eindrücke schildern - von „lustig bis traurig“, erzählt Resch. Etwa 20 bis 30 Minuten wird er lang sein, der Film über das abgesagte Gäubodenfest, der den vielsagenden Titel „Koa Trumm vom Paradies“ trägt – das Volksfest als „Trumm vom Paradies“, das eben 2020 nicht stattfinden kann. Aktuell arbeitet das Team am Film selbst und an den Vortrailern.

Bis zum 7. August will man fertig sein, denn dann, wenn das erste Fass angezapft worden wäre, sollen alle sehen, auf was die Stadt 2020 verzichten muss. Pünktlich am 7. August um 15 Uhr soll die Dokumentation online veröffentlicht werden. Und so wie das viele machen werden, wird sich auch Kathrin Resch am 7. August mit Freunden treffen und die Dokumentation anschauen – ein „Volksfest dahoam“ sozusagen. Immer mit der Hoffnung, dass es 2021 wieder heißt „O‘zapft is“ auf dem zweitgrößten Volksfest Bayerns!


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