14.06.2019, 11:58 Uhr

Mehr Abfalleimer an der Donau gefordert „Jeder ist für seinen Müll selbst verantwortlich“

(Foto: Tom Seja)(Foto: Tom Seja)

Wie kann man die Vermüllung im Bereich der Donau in Straubing verhindern?

STRAUBING Ein Müllberg in Straubing erhitzt die Gemüter. In den sozialen Netzwerken sorgt das Foto, das vor Kurzem aufgenommen wurde, für hitzige Diskussionen. Zu sehen ist ein hässlicher Abfallhaufen rund um einen überfüllten Mülleimer, den Unbekannte am Donauufer, direkt gegenüber des Herzogsschlosses, hinterlassen haben.

Eine lebhafte Debatte hat daraufhin in den sozialen Netzwerken eingesetzt. Einige Kommentatoren äußern den Verdacht, Schulabsolventen seien für den Müllberg verantwortlich. Und ein solches Verhalten würde ja so gar nicht zum Image einer umweltbewussten Jugend passen. „Ungerechte Pauschalverurteilung“, kritisieren andere. Auch um Nachsicht für die feiernden Jugendliche wird gebeten, schließlich würde man den Abschluss nur einmal feiern. Der Tenor jedoch ist eindeutig: „Wenn der Abfalleimer voll ist, sollte man seinen Müll wieder mitnehmen!“

Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs haben den Müllberg beim alten Campingplatz abtransportiert. „Es ist momentan ja die Problemzeit mit den Absolventen“, sagt Bauhofleiter Klaus Stegmann zum Wochenblatt. Einerseits kritisiert er die Müllsünder: „Richtig ist das nicht.“ Gleichzeitig jedoch will er mit den Feiernden nicht zu hart ins Gericht gehen. „Es wäre viel schlimmer, wenn sie was kaputtmachen würden.“ Für die partyintensive Zeit, besonders im Bereich der Donau, habe man beim Bauhof Vorkehrungen getroffen und das für die neuralgischen Gebiete zuständige Personal verstärkt. „Es wird täglich gereinigt“, so Stegmann. Außer eben am Wochenende. Gleichzeitig wurde von Internet-Usern vorgeschlagen, mehr und/oder größere Abfallbehälter entlang des Donauufers aufzustellen.

Dem widerspricht Gudrun Späth vom Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW). Zwar sei man für das betroffene Areal nicht zuständig, doch beim Umgang mit Müll hat sie grundsätzlich eine klare Meinung: „Jeder ist für seinen Müll selbst verantwortlich. Man kann nicht erwarten, dass überall Entsorgungsmöglichkeiten sind.“


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